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"Mein Team ist eine Wundertüte”

"Mein Team ist eine Wundertüte”

Wie aufregend war das 3:6 gegen die SG Ruwertal II am vergangenen Sonntag - und wie ist diese Niederlage zu bewerten?Vogt Es ist schwierig mit der Bewertung. Wir haben zunächst eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und 3:1 geführt.

Wir hätten auch - bei besserer Chancenverwertung - höher führen müssen. Da haben die Jungs alles das umgesetzt, was wir vorher besprochen hatten. Unerklärlicherweise haben wir von der ersten Minute der zweiten Halbzeit an den Faden verloren - ich habe meine Mannschaft dann nicht mehr wieder erkannt. Die Jungs haben geglaubt, dass das Spiel schon gewonnen sei, nichts mehr investiert und auch nicht mehr dagegengehalten. Für mich ist der Auftritt in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht zu begreifen und persönlich sehr enttäuschend.Welche Chancen rechnen Sie sich im Titelkampf aus, wenn im Frühjahr die letzten zehn Partien anstehen? Aktuell beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Bekond ja sieben Punkte.Vogt Immer dann, wenn wir oben dran waren und die große Möglichkeit hatten, mal einen Sprung unter die Top drei zu machen, haben wir verloren und unsere Chancen verspielt. Die Mannschaft ist von der Mentalität her nicht in der Lage, konstante Leistungen abzurufen. Es ist eher so, dass mein Team eine Wundertüte ist, bei der man nie im Voraus weiß, ob sie schlecht oder gut spielt. Klar, wir haben den Kader, mit dem man um den Titel mitspielen kann. Das haben wir hinreichend bewiesen und erst einmal glücklich gewonnen. Das war beim 1:0 in Kell am vorletzten Sonntag.Jetzt gastieren Sie mit Ihrem Team bei der SG Hochwald Zerf II. Welche Erinnerungen haben Sie an das Hinspiel?Vogt Keine so guten, denn wir haben damals 1:2 verloren und vor unseren eigenen Zuschauern einen Grottenkick geboten. Das war mit das schlechteste Saisonspiel von uns. Wir wollen es besser machen und versuchen, einen vernünftigen Jahresabschluss mit einem Sieg hinzukriegen. Nur die eigene Leistung zählt. Es gibt zwar angeschlagene oder verletzte Spieler, doch Ausfälle lasse ich nicht als Ausrede gelten, wenn man verliert. (L.S.)