| 20:40 Uhr

Mister Inferno ist zurück

Beim Mittelmosel-Triathlon in Zell feierten Athlet Jens Roth und Trainer Marc Pschebizin (rechts) gemeinsam. Am vergangenen Samstag beim Gewinn des nationalen Crosstriathlon-Meistertitels durch Roth in Zittau waren beide voneinander getrennt. Denn Pschebizin weilte beim Inferno-Triathlon in der Schweiz. TV-Foto: Holger Teusch
Beim Mittelmosel-Triathlon in Zell feierten Athlet Jens Roth und Trainer Marc Pschebizin (rechts) gemeinsam. Am vergangenen Samstag beim Gewinn des nationalen Crosstriathlon-Meistertitels durch Roth in Zittau waren beide voneinander getrennt. Denn Pschebizin weilte beim Inferno-Triathlon in der Schweiz. TV-Foto: Holger Teusch FOTO: Holger Teusch (teu), Holger Teusch ("TV-Upload Teusch"
Thun/Mertesdorf. Nach fünf Jahren hat Marc Pschebizin von Tri Post Trier sein Comeback beim Inferno-Triathlon in der Schweiz gegeben. Nach der Geburt seiner drei Kinder belegte der aus Bernkastel-Kues stammende, zehnmalige Gewinner diesmal den dritten Platz. Holger Teusch

Thun/Mertesdorf Im Ziel auf dem 2970 Meter hohen Schilthorn in der Schweiz bekam Marc Pschebizin von seinen Tri-Post-Trier-Vereinskameraden Tim Dülfer und Markus Fandel ein Handy in die Hand gedrückt. Am anderen Ende der Leitung: Jens Roth. Pschebizins Schützling war im sächsischen Zittau gerade deutscher Meister im Crosstriathlon geworden. Zum dritten Mal in Folge. "Das war ein doppelter Anreiz, alles rauszu
holen", sagt der in Mertesdorf lebende Pschebizin. 700 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt und doch gemeinsam konnten Trainer und Athlet Erfolge feiern.
Für Pschebizin war es beim 15. Start beim Inferno-Triathlon, der als einer der schwersten weltweit gilt, die 15. Podiumsplatzierung. Vor fünf Jahren hatte er das Rennen zum zehnten Mal gewonnen. "Mister Inferno" nennt man Pschebizin rund um Thun. "Damals habe ich gedacht, zehn Mal reicht. Das lässt sich sowieso nicht mehr toppen", erzählt der dreimalige Familienvater, dass er ein Jahr nach Geburt seiner ersten Tochter, einen Schlussstrich unter das Kapitel Inferno-Triathlon ziehen wollte. Dann kam er aber mit Staffeln zurück und der Gedanke kam: "Man könnte das doch noch mal machen." Die 20. Auflage am vergangenen Wochenende war die ideale Gelegenheit. "Die vier Erstplatzierten von 2012 waren wieder da", berichtet Pschebizin und weiter: "Ich war richtig heiß auf das Rennen."
Wie zwischen 1999 und 2012 in jedem Jahr, stürzte sich der mittlerweile 44 Jahre alte Ironman-Bezirksrekordler am Samstag im Morgengrauen in den Thuner See. Wie rund 400 andere Ausdauersportler schwamm er 3,1 Kilometer, fuhr er erst 97 Kilometer Rennrad (2145 Höhenmeter) dann 30 Kilometer Mountainbike (1180 Höhenmeter) über Alpenpässe und lief 25 Kilometer aufs Schilthorn.
"Bei mir lief es im Grunde recht gut bis auf die Rennradstrecke. Ich hatte die falschen Felgen montiert und bei Regen und nur sechs Grad auf den Pässen hatte ich doch einige Probleme beim Bremsen bergab", erzählt Pschebizin, dass die leichten Carbonfelgen an diesem Tag nicht die beste Wahl waren. Aber mit seiner Erfahrung konnte der aus Bernkastel-Kues stammende Pschebizin (9:11:44 Stunden ) - bis auf die zehn Jahre jüngeren Samuel Hürzeler (8:49:52) und Ramon Krebs (9:04:56, beide Schweiz) - die gesamte Konkurrenz hinter sich lassen.
Sein Training für diesen Erfolg? "Mit drei Kindern ist es sehr schwierig", sagt Pschebizin. Qualitativ hochwertige Einheiten standen im Vordergrund. "Aber 20 bis 25 Stunden pro Woche waren es trotzdem. Aber um ganz vorne mitzumischen, müssen es wohl noch zehn Stunden mehr sein", erzählt er.
Auf dem Schilthorn wartete Trainer Pschebizin dann auf "seinen" Athleten Frank Christmann, der rund vier Stunden nach dem Coach nach 13:14:06 Stunden ins Ziel kam. Schneller war Uwe Reitz vom RSC Stahlross Wittlich, der in 12:12:26 Stunden den siebten Platz in der Konkurrenz der Über-50-Jährigen belegte.
<%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/laufen" text="www.volksfreund.de/laufen" class="more"%>