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Sport
Mit Board aus USA fing alles an

Sogar deutscher Doppel-Meister im Cornhole war Christian Trampert schon. TV-Foto: Archiv/Dietmar Scherf
Sogar deutscher Doppel-Meister im Cornhole war Christian Trampert schon. TV-Foto: Archiv/Dietmar Scherf FOTO: (h_hochw )
Franzenheim. Deutsche Spitze: Treppchen-Plätze hat Christian Trampert schon einige eingeheimst. Das Interview führte Andreas Arens.

Franzenheim Cornhole in der Region ist vor allem mit einem Namen verbunden: Christian Trampert. Der 49-jährige Franzenheimer hat bei den Deutschen Meisterschaften 2014 und 2015 den dritten Platz in der Einzelwertung geschafft, landete zuletzt auf Platz zwei und wurde vor drei Jahren gleich bei seiner Premiere zudem Deutscher Meister im Doppel - gemeinsam mit einem Nürnberger Cornholer, der ebenso wie er auf der Suche nach einem Spielpartner war. Wie er auf diesen Sport gekommen ist, verrät der für den SV Pellingen an den Start gehende Franzenheimer, der beim Theater Trier als Bühnentechniker und Schlosser arbeitet, im TV-Interview.Franzenheim gilt als die regionale Wiege des Cornhole. Wie hat dort alles angefangen?TRAMPERT Ein Bekannter meines Vermieters hatte vor einigen Jahren aus den USA mal solch ein Board mitgebracht. Irgendwann haben wir dann abends mal locker bei uns am Sportplatz gespielt. Wie ich haben auch andere daran Gefallen gefunden, sich selbst Bretter angefertigt oder besorgt. Zum 1. Mai 2010 hat dann der Heimat- und Karnevalsverein Franzenheim erstmals ein Cornhole-Turnier im Dorf veranstaltet. Die Resonanz war hier und in den Folgejahren groß. So hat sich das Ganze dann immer mehr bei uns entwickelt und Freunde dazugewonnen.. Ein paar Jahre später waren Sie plötzlich bei den Deutschen Meisterschaften im südschwäbischen Nendingen dabei…Trampert Wir haben immer davon geredet, wollten einfach noch mehr und sind dann schließlich dorthin gefahren. Es hat da ganz gut geklappt für mich; Platz drei und der Sieg im Doppel haben mich dann für die nächsten Jahre voll motiviert.Zuletzt sprang in Rust der Vize-Titel für Sie heraus. Was haben Sie sich für die nächsten Deutschen Meisterschaften Ende Mai in Nürnberg vorgenommen?TRAMPERT Hinfahren werde ich auf jeden Fall. Bis dahin muss ich aber noch mit dem Training deutlich zulegen. Momentan schaffe ich es meist nur einmal die Woche, bei uns in Franzenheim was zu machen. Was macht für Sie das Besondere am Cornhole aus?TRAMPERT Man kann es an vielen Orten spielen, und es macht immer wieder großen Spaß. Die Bretter sind ja schnell eingepackt und können zu verschiedensten Anlässen für eine Auflockerung sorgen. Cornhole bringt außerdem Jung und Alt zusammen und verbindet so die Generationen. Ihr früherer Mannschaftskollege aus Pellingen und Franzenheim, Günther Reitz, hat sich Ende Januar mit dem von ihm gegründeten Cornhole-Camp der TG Konz angeschlossen. Sehen Sie da eine Konkurrenz in direkter Nachbarschaft?Trampert Überhaupt nicht. Günther möchte Cornhole ehrgeiziger und professioneller angehen und hat dafür entsprechende Rahmen bedingungen gesucht. Wir in Pellingen und Franzenheim treffen uns ja meist nur immer samstagabends und damit einmal die Woche. Wenn Günther in Konz durch seine intensivierten Aktivitäten noch neue Cornholer gewinnen kann, ist das doch prima für unseren SportDas Interview führte Andreas Arens. Interview Christian Trampert