Mit der R-K-A beendet die Rallye-Szene in der Region die Saison

NÜRBURGRING : Noch einmal quer im Nebel

Mit der R-K-A beendet die Rallye-Szene in der Region die Saison rund um den Ring.

(jüb) Zum traditionellen Saison-Kehraus zeigt der Rallyesport in der Region noch einmal seine ganze volle „Breitseite“ an historischen und aktuellen Wettbewerbsfahrzeugen. Die „Rallye Köln – Ahrweiler“ der „Scuderia Augustusburg“ in der Eifel ist Deutschlands einzige Rallye mit historischen Fahrzeugen, bei der auf gezeiteten Wertungsprüfungen um den Sieg in nationalen Serien gefahren wird.

Seltene alte Rallye-Boliden, viele von ihnen mit „H“-Kennzeichen und damit mindestens 30 Jahre alt gehen am Samstag rund um den Nürburgring noch einmal auf die Asphalt-Prüfungen. Für die „Quertreiber“ aus der Region ist die R-K-A, wie sie in Rallyekreisen genannt wird, die letzte Gelegenheit zum sportlichen Leistungsvergleich, bevor Fahrer und Fahrzeuge in die Winterpause gehen.

An der 42. Auflage der ADAC Rallye Köln-Ahrweiler nehmen knapp 60 Teams teil. Angeführt vom zweifachen Deutschen Meister Ruben Zeltner ist ein buntes Feld von Oldtimern, Youngtimern und modernen Rallyefahrzeugen gestern Abend in Mayschoss über die Startrampe gerollt. Heute stehen Prüfungen auf der und rund um die Nordschleife an. In der Klasse 09 (seriennahe Gruppe N-Fahrzeuge bis 1600 ccm) geht das bewährte Saargau-Duo Eric Freichels / Armin Bauschert (Quadriga Treverorum)  mit seinem Peugeot 205 GTI an den Start. „Wie in jedem Jahr heißt das Ziel zunächst ankommen und noch einmal Spaß haben“, sagt Freichels. Er weiß aber auch, wie die anderen Teams inklusive der 25 historischen Vorwagen aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Tschechien und Polen, dass „die R-K-A keine Jux-Veranstaltung“ ist. „Sie beinhaltet richtig schwere Prüfungen. Vor allem, weil im November viel nasses Laub auf der Prüfung liegt, der Untergrund tückisch, weil schmierig wird und gefährliche Nebelpassagen die volle Aufmerksamkeit erfordern.“ Heiko Gros und Katharina Hampe (MSC Daun) werden wieder im Renault Clio 3 RS in der Gruppe F über 1600 ccm bis 2000 ccm die ersten 18 WP-Kilometer am Freitagabend und die 12 Prüfungen am langen Rallye-Samstag in Angriff nehmen. Udo Schütt, groß geworden beim MSC Oberehe,  geht gemeinsam mit Berlandy-Co. Peter Schaaf im VW Golf (Klasse 04 über 1300ccm bis 1600 ccm) die Rallye an. Ein besonderer „Leckerbissen“, von einigen Piloten gehasst, von den anderen als Herausforderung geschätzt, wird auch wieder die Prüfung über die Nordschleife sein.