Mit Dominanz zum Erfolg

Kreisliga B Trier/Saar: Der VfL Trier hat sich etabliert - und einen weiteren Trainer engagiert.

Trier (L.S.) Die meist schwierige zweite Saison nach einem Aufstieg hat der VfL Trier bislang gut gemeistert. Trotz der zuletzt weniger erfolgreichen Auftritte gegen die SG Nittel (0:1) und Freudenburg (1:4) haben sich die Heiligkreuzer als Tabellenachter im Mittelfeld der Kreisliga B Trier/Saar etabliert. Mit einem gleichberechtigten zweiten Trainer an der Seite von Sebastian Oberbillig blickt der VfL optimistisch in den weiteren Saisonverlauf.
Unzufrieden ist Sebastian Oberbillig mit dem Abschneiden seiner Schützlinge bislang nicht. Das primäre Ziel, im zweiten Jahr nach dem Aufstieg nicht in unsicheres Fahrwasser oder gar in Abstiegsnot zu kommen, haben die Heiligkreuzer aktuell erreicht. "Frühzeitig Luft nach unten zu haben war uns sehr wichtig. Das haben wir durch unsere hohe individuelle Klasse geschafft." Mit Markus Freudenreich hat der VfL vor einigen Wochen einen zweiten Trainer engagiert. Der in der vorigen Saison beim SV Gutweiler in der C-Klasse tätige Coach folgte dem Wunsch des Vereins, mit einem zweiten Trainer noch individueller trainieren zu können. Oberbillig: "Der erste Kontakt liegt schon länger zurück, jetzt hat es mit der Zusammenarbeit für alle Seiten perfekt gepasst. In der Trainingsarbeit leiten Markus und ich die Einheiten planmäßig im Wechsel. Markus bringt zusätzliche Impulse und Gedanken von außen in die Mannschaft."
Der Traditionsclub hat eine der größten Fußballabteilungen in Trier, sieht sich manchmal aber zu wenig unterstützt: "Das Thema Platzbelegung - wir sind ja vor allem im Winter am absoluten Maximum der Möglichkeiten - und neuer Kunstrasen schwirrt ja schon längere Zeit durch den Verein. Persönlich äußere ich mich da eher zurückhaltend, solange sich meine tägliche Trainingsarbeit realisieren lässt und wir feste und regelmäßige Trainingszeiten haben. Für alles andere sind Abteilungsleiter und Vorstand gefragt." Der Blick in Heiligkreuz geht mittelfristig nach oben: Verein und Mannschaft wollen nicht ewig in der B-Klasse bleiben. "Einen zeitlichen Druck oder einen genauen Fahrplan für die nächsten Jahre gibt es aber nicht", so Oberbillig, der nach den beiden jüngsten Niederlagen wenigstens noch einen Dreier einfahren will. "Ich war zuletzt sowohl vom Ergebnis als auch von der Leistung her enttäuscht", so Oberbillig. "Bei der SG Saartal Schoden II wollen wir nun das Spiel machen und versuchen, mit Dominanz zum Erfolg zu kommen. Einen Sieg sehe ich deshalb als realistisch an, weil sich unsere personelle Lage weiter entspannt hat. Der eine oder andere fightet sich trotz kleinerer Blessuren bis zur Winterpause durch, doch die Mannschaft zieht an einem Strang."
Lediglich die beiden Langzeitverletzten Jannis Britz und Moritz Cullmann fallen noch aus. Handlungsbedarf, im Winter personell noch mal nachlegen zu wollen, sieht Oberbillig nicht. "Wichtig ist, dass wir als Team noch geschlossener auftreten und konstant unsere Leistung abrufen. Dann können wir einen weiteren Schritt nach vorne machen."