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Mit ganzem Herzen für den Verein und die jungen Judoka

Mit ganzem Herzen für den Verein und die jungen Judoka

Vier Kinder, Sport, ein Vorstandposten in einem der größten Vereine der Region und auch beruflich engagiert, Franz Bayer scheint nicht müde zu werden. Seit 40 Jahren ist er Mitglied im PSV Wengerohr.

Minheim/Wittlich-Wengerohr. Der Mann ist eine Institution: Franz Bayer. Bereits seit 1972, vier Jahre nachdem der Verein aus der Taufe gehoben wurde, beantragte er die Mitgliedschaft im PSV Wengerohr. Helmut Follmann wollte eine Jugend-Judo-Abteilung aufmachen, erzählt Franz Bayer. Der gebürtige Pleiner war sofort mit von der Partie.
"Es war für uns natürlich ein Highlight, in die Polizeischule zu fahren. Genauso wie für die Steppkes heute: Wir fahren zur Polizei", erzählt der 53-Jährige.
Dem Verein ist Franz Bayer seit vier Jahrzehnten treu geblieben. Als Sportler, der mit dem siebten Platz bei den deutschen Junioren-Meisterschaften im Judo seinen größten Erfolg feierte, seit 1979 Übungsleiter ist und seit nun 32 Jahren die Judo-Abteilung des PSV Wengerohr leitet. In 34 Jahren hat er ganze Generationen von Judoka ausgebildet. "Die Kinder sind von der Motorik her anders geworden: zu viel PC, zu wenig Natur", sagt Bayer. Oft sei ein Purzelbaum eine Herausforderung. Auch die Konzentrationsfähigkeit habe nachgelassen: "Das ist aber auch verständlich, wenn die Kinder in einer Ganztagsschule sind und abends auch noch einem Übungsleiter zuhören sollen."
Auf Disziplin legt der Schwarzgurtträger (vierter Dan) trotzdem Wert. "Ab und zu wird man schon laut", sagt Bayer. Meist reiche es aber, wenn er zweimal in die Hände klatsche. "Dann ist Ruhe!" Konzentration ist in einer Sportart wie Judo notwendig. "Das ist ja nicht wie Fußball", erklärt Bayer.
Die Anfänger müssen sich japanische Namen merken. Aber es lohnt sich: "Die Kinder bauen viel Selbstvertrauen auf", sagt Bayer. Auch außerhalb seiner Abteilung ist Franz Bayer jemand, der die Dinge in die Hand nimmt. Er leitete den Bau des Vereinshauses. Seit 2004 ist er stellvertretender Vorsitzender des PSV Wengerohr mit seinen rund 2000 Mitgliedern. Zuletzt koordinierte er den Bau einer Außenterrasse, die die Männer des Vereinsvorstands größtenteils in Eigenarbeit erstellten. "Teambuilding" sei das gewesen, sagt Bayer.
Dass der mittlerweile in Minheim an der Mosel lebende gelernte Straßenbaumeister die Bauvorhaben seines Vereins unterstützt, liegt auf der Hand. Zurzeit arbeitet der Vater von vier erwachsenen Kindern je zur Hälfte in seinem Beruf und als Personalratsvorsitzender des Bezirks Trier des Landesbetriebs Mobilität. Ehrungen hat Franz Bayer schon zuhauf bekommen. Zuletzt überreichte ihm der Sportkreisvorsitzende Manfred Neumann die goldene Ehrennadel des Sportbundes Rheinland. teu