Mit zweiter Luft zum Remis

Die Überraschungsmannschaft der SG Lünebach bleibt nach dem 2:2 gegen starke Neunkirchener weiterhin ungeschlagen. Das 2:2 erkämpfte sich die Elf von Trainer Heribert Reiffers nach einer couragierten Leistung in der Schlussviertelstunde.

Lünebach. Beide Kontrahenten starteten äußerst offensiv. Der Schuss des Lünebachers Marcel Thiex strich knapp über die Latte, und anschließend war SG-Stürmer Stefan Kill wohl zu uneigennützig, als er aus bester Schussposition noch einmal ablegte, statt selbst zu schießen. So gestaltete sich von Beginn an eine temperamentvolle und intensive Partie des Tabellenzweiten gegen die Gäste aus der Vulkaneifel. Folgerichtig gingen die Platzherren durch Marcel Thiex in Führung, als er aus halbrechter Position unhaltbar ins lange Eck zum 1:0 (10.) einschob. Einen Moment später erkannte der Unparteiische bei Ralf Haas' (SVN) Tor auf Abseits - eine zumindest grenzwertige Situation.

Technisch sicherlich nicht auf allerhöchstem Niveau stehend, entwickelte sich eine kampfbetonte und temopogeladene Partie mit vielen Torszenen. Die große Chance zum Ausgleich verpasste Marcel Bauer nach einem Freistoß, als er den Ball nicht richtig traf. Die zuvor noch zögerlich agierenden Gäste kamen nach einer halben Stunde besser in die Partie und nach 35 Minuten zum Ausgleich. Simon Gurski traf nach schönem Flachschus zum 1:1 (35.). Kurz vorm Pausentee schlug die Häb-Elf ein zweites Mal zu: Eine herrliche Kombination über Dennis Kauth und Regisseur Thorsten Kutscheid nutzte Bauer nun besser zum 2:1 (42.). Lünebach hatte im Gegenzug durch Andreas Mertens erneut die Chance, auszugleichen: Sein Kopfball strich aber über die Latte. SGL-Coach Heribert Reiffers schickte seine Jungs mit mehr Elan und Biss in den zweiten Durchgang. Doch auch Neunkirchen setzte Akzente und wollte die Entscheidung mit dem dritten Tor erzwingen.

Die Gastgeber fanden daher erst gegen Ende wieder richtig ins Spiel: Fünf Minuten vorm Abpfiff der turbulenten Partie stand Karsten Klein genau richtig, als er einen Pass zum umjubelten Ausgleich verwertete. So musste die Häb-Elf noch einmal zittern. Lünebach kam mit der zweiten Luft aber nur zum verdienten 2:2. Heribert Reiffers resümierte, dass "wir uns mit einer hervorragenden kämpferischen Leistung den Punkt verdient haben. Wir können mit dem Zähler gut leben. Neunkirchen war ein sehr guter Gegner." Michael Häb war hingegen nicht sehr glücklich mit dem Auswärtspunkt: "Wir haben uns selbst um den Lohn gebracht und im zweiten Durchgang förmlich um ein Tor gebettelt. Zum Schluss haben wir vergessen, Fußball zu spielen, und zwei Punkte verschenkt."

SG Lünebach: Munkler - C. Thiex, Hoffmann, Probst - Mertens, Klein, Dressler, Schmitz, Peters - Kill (87. Hansen), M. Thiex.

Neunkirchen: Schneider: Emmerichs - Düx, Weber, Braun - Kauth (80. Kremer), Gurski, Kutscheid, Fischer (55. Mayer) - Haas, Bauer.

Tore: 1:0 Marcel Thiex (10.), 1:1 Gurski (35.), 1:2 Bauer (42.), 2:2 Klein (85.) Schiedsrichter: Ingo Zwank (Bollendorf) - Zuschauer: 100.