| 20:43 Uhr

Monika Geister erzittert sich Bronze

Zella-Mehlis. Zwei Teilnehmerinnen, eine Medaille, Monika Geister und Agnes Harings vertraten die Eifel bei den deutschen Seniorenmeisterschaften im Wurffünfkampf gut. Holger Teusch

Zella-Mehlis. Zum vierten Mal brachte Monika Geister am vergangenen Wochenende eine Medaille von deutschen Altersklassen-Meisterschaften nach Hause, nach Prüm. Aber es war wohl die, die man am wenigsten erwarten konnte und wohl auch die, um die die 69-Jährige am meisten zittern musste. Denn nur sechs Punkte trennten Geister nach fünf Disziplinen vom undankbaren vierten Platz bei den 65- bis 69-Jährigen (Altersklasse W65). Weniger nervenaufreibend war der Wettkampf im thüringischen Zella-Mehlis für ihre Vereinskameradin Agnes Harings als Siebte der Altersklasse W55 mit 2868 Zählern. Überraschend kam Geisters Medaillen-Coup vor allem, weil sie zu den Ältesten in ihrer Altersklasse zählt. Nach vier Disziplinen sah es auch gar nicht danach aus, als könnte die Nachwuchstrainerin und Lauftreffleiterin des Ski Klubs Prüm unter die besten drei kommen. 136 Punkte trennten sie nach Gewichts- (5,45 Kilogramm, 9,71 Meter), Hammer- (drei Kilogramm, 24,25 Meter) und Diskuswurf (ein Kilogramm, 19,90 Meter) sowie Kugelstoßen (drei Kilogramm, 8,00 Meter) vor dem abschließenden Speerwurf von einer Medaille.
Doch in ihrer Paradedisziplin, in der Geister mit 24,95 Metern auch den W65-Rheinlandrekord hält, schleuderte die Prümerin das 500-Gramm-Wettkampfgerät aber auf die Tagesbestleistung von 21,04 Metern. Die bis dahin Drittplatzierte Heidelore Ambratis (Backnang) kam dagegen nicht über 13,55 Meter hinaus. Und Ute Mackenroth aus dem hessischen Bebra fehlten mit 19,93 Metern gerade einmal zehn Zentimeter, um mehr Punkte zu sammeln als Geister.