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Nach der Vuelta ist vor der WM

Nach der Vuelta ist vor der WM

Vier Etappensiege und das Grüne Trikot des Punktbesten für John Degenkolb, dazu eine starke Teamleistung: Der niederländischen Rennstall Giant Shimano mit dem Eifeler Radprofi Johannes Fröhlinger in seinen Reihen hat bei der zu Ende gegangenen Spanienrundfahrt überzeugt.

Santiago de Compostela/Seiwerath. Der 16. Platz unter 22 Teams und Rang 97 von Johannes Fröhlinger unter den 198 gestarteten Radprofis geben die gute Bilanz der niederländischen Formation Giant Shimano und ihres Eifeler Akteurs nur unzureichend wider. "Wir haben als Mannschaft eine tolle Vuelta abgeliefert - mit den vier Etappensiegen von John Degenkolb und der Top-Zehn-Platzierung von Warren Barguil im Endklassement", fasst Fröhlinger die drei zurückliegenden Wochen zusammen. Der aus Seiwerath (Eifelkreis Bitburg-Prüm) stammende Rundfahrtspezialist war in Spanien Teamkapitän. Er kam mit einem Rückstand von 3:32,39 Stunden auf Gesamtsieger Alberto Contador (Spanien, Tinkoff-Saxo) ins Ziel.
Im Gegensatz zu anderen Konkurrenten wie dem Schweizer Fabian Cancellara fuhr Degenkolb die Vuelta zu Ende - weil er sich das Grüne Trikot sichern wollte. "Ich bin einmal aus einer Rundfahrt ausgestiegen. Das hat mir nicht gutgetan", sagte Degenkolb.
Für ihn und Fröhlinger wartet bereits der nächste Höhepunkt - das Straßenrennen bei der Weltmeisterschaft am 27. September im spanischen Ponferrada. Degenkolb gilt als einer der WM-Favoriten, Fröhlinger dürften erneut wichtige Zubringerdienste zufallen. "Der Kurs in diesem Jahr ist etwas technischer und einen Tick weniger schwer. John war im vergangenen Jahr bis zur vorletzten Runde vorne dran. Dieses Mal könnte es bis zum Finale reichen", blickt der Eifeler voraus.
Neben Fröhlinger und Degenkolb gehören Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, André Greipel, Christian Knees, Paul Martens, Dominik Nerz, Paul Voß und Simon Geschke zum Aufgebot des Bunds Deutscher Radfahrer. jüb