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Premiere
Neues Radrennen in Trier – 60 Mal mit Tempo an Dom und Porta vorbei

 Viele Zuschauer sahen im vergangenen Jahr den Start der 3. Etappe der Deutschland-Tour in der Trierer Innenstadt. Am 28. April zieht es wieder Radsportler durch die Simeonstraße.
Viele Zuschauer sahen im vergangenen Jahr den Start der 3. Etappe der Deutschland-Tour in der Trierer Innenstadt. Am 28. April zieht es wieder Radsportler durch die Simeonstraße. FOTO: TV / Andreas Feichtner
Trier. Premiere: Am 28. April lockt der 1. Große Preis der Stadt Trier ambitionierte Radsportler und Fans in die Innenstadt. Von Andreas Feichtner
Andreas Feichtner

Eine große Überraschung war es nicht: Trier hatte sich bei der Rückkehr der Deutschland-Tour zwar sehr gut als Etappen-Start- und Zielort präsentiert, das war allenthalben zu hören. Aber in diesem Jahr macht das Radrennen wohl einen  Bogen um die Region. Bisher steht nur fest, dass das Etappenrennen (29. August - 1. September) in Thüringen beendet wird.

Aber der größte Radsportverein der Umgebung, RV Schwalbe Trier, möchte die positiven Erfahrungen der Deutschland-Tour für ein neues, großes Radsport-Event nutzen – und das ist auch schon terminiert. Am Sonntag, 28. April, wird ab 12 Uhr in verschiedenen Rennen - vom Laufradrennen bis zum ambitionierten Amateur oder (Fast-)Profi im Hauptrennen (KT Elite-Amateure) – ein 1,2-Kilometer-Innenstadt-Rundkurs unter die Räder genommen.

„Wir wollen das als weiteres Großereignis in der Innenstadt etablieren“, sagt Günther Steffgen vom RV Schwalbe. Die größten traditionellen Sportveranstaltungen in der Innenstadt sind Stadtlauf und Silvesterlauf. In der Vergangenheit hatte es im Rahmen der Deutschland-Rallye auch mehrfach den Innenstadtkurs „Circus Maximus“ gegeben.

Traditionell veranstaltet der Verein das „SWT Radsportfestival“ im Industriegebiet Trierweiler. Das soll nun in Trier eine Nummer größer ausgetragen werden. Mit mehr Startern, vor mehr Zuschauern und mit größerem Rahmenprogramm. „Wir haben überall offene Türen eingerannt“, sagt Steffgen.

Die Projektleitung liegt bei Luis Sanktjohanser und Jannik Schabio, die im vergangenen Jahr schon bei der 2. Etappe der Deutschland-Tour erfolgreich den Schwalbe-Zuschauerpunkt in der Sickinger Straße auf die Beine gestellt hatten. „Das war ihr Gesellenstück“, lobt Steffgen, seit Jahrzehnten eine treibende Kraft bei den „Schwalben“: „Das Rennen in Trier wird noch mal ein großer Schritt nach vorn.“

Veranstalter ist der Verein, unterstützt werde der „1. Große Preis der Stadt Trier powered by SWT“, so der offizielle Name, aber auch von der Stadt. „Schirmherr ist Oberbürgermeister Wolfram Leibe“, sagt Steffgen.

Das Fahrerfeld stehe noch nicht fest. Fahrer von Radsport-Teams wie Team Dauner, Lotto Kern-Haus oder Leopard haben laut Sanktjohanser und Schabio aber bereits zugesagt. Gefragt sind ambitionierte Amateure, teilweise auch mit Profi-Ambitionen. Ein Tour-de-France-Sieger wie im vergangenen Jahr Geraint Thomas wird also im April nicht in Trier über Asphalt und Kopfsteinpflaster preschen.

Aber im Unterschied zum Vorjahr geht es diesmal wirklich um jede Sekunde. Die ersten Kilometer der Deutschland-Tour waren neutralisiert. „Wir rechnen mit einem 40er Schnitt beim Hauptrennen“, sagt Schabio. Heißt: Die 60 Runden des 1,2 Kilometer-Linkskurses unter anderem durch Simeon-, Wind- und Rindertanzstraße sollten in rund 1:40 Stunden bewältigt sein. Am Hauptmarkt wird es ein großes Rahmenprogramm geben – mitsamt Bühne und Rollensprint-Anlage.