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Nürburgring: Die Starterliste ist rappelvoll

Motorsport : Die Starterliste ist rappelvoll

Start auf dem Nürburgring: Auf der Rennstrecke wird viel los sein, auf den Rängen herrscht gähnende Leere. 

 Gespannte Erwartung, banges Herzklopfen und eine leise erste Entwarnung: Nie stand der Saison-Auftakt auf dem Nürburgring, in diesem Jahr von Ende März auf Ende Juni unter ungewohnten Vorzeichen  verlegt, so sehr im Fokus wie diesmal. Der erste von acht Läufen nur neuen Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS), die 51. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy am kommenden Samstag,  soll der „Brustlöser“ und gleichzeitig das Startsignal für alles Weitere sein, was sich am Ring in diesem Jahr noch auf Grand-Prix-Strecke und Nordschleife tut.

Eine Sorge ist dem Veranstalter schon vor dem Start um 12 Uhr genommen: Die ungewöhnlichen Umstände haben sich nicht auf das Melde-Ergebnis niedergeschlagen. Offensichtlich ist die Lust bei den Motorsportlern größer als etliche Einschränkungen in personeller und organisatorischer Hinsicht. 141 Teilnehmer, also im Prinzip genau so viele wie zu Nicht-Corona-Zeiten, standen am Mittwoch in der „entry list“ für das Training am Samstagmorgen, ab 8 Uhr, und das darauf folgende Rennen.

„Damit sind unsere eigenen Erwartungen übertroffen worden. Sowohl die VLN als auch die Teamvereinigung Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) hatten eigentlich mit deutlich weniger Fahrzeugen gerechnet“, sagt ein Sprecher des veranstaltenden MSC Adenau.

So erfreulich dieses Ergebnis auch ist, daraus ergibt sich auch eine Art  Luxusproblem: Das Konzept mit der provisorischen Open-Air-Boxengasse im Fahrerlager könnte  damit bereits an der Kapazitätsgrenze angekommen sein.

Auch die heimischen Nordschleifen-Experten freuen sich auf die Bewährungsprobe. So geht das Duo Arno Klasen (Karlshausen) und Rudi Adams (Nohn) gemeinsam mit Michael Heimrich, (Oberursel) im Dienst der Equipe Vitesse in einem Audi R8 LMS GT3 Evo an den Start. Nico Menzel (Kelberg) pilotiert für Huber Motorsport in der SP-7 einen Porsche 911.  Pixum Adrenalin Motorsport schickt mit dem bewährten Trio Philipp Leisen (Irrel), Danny Brink und Christopher Rink im BMW E90 in der stark besetzten Klasse V4 (20 Teams) ein Auto an den Start, das in diesem Jahr um den NLS-Titel mitfahren will.

Das Team von Torsten Willems (Trierweiler), GITI Tire Motorsport by WS racing, geht mit Axel Jahn, Ulrich Schmidt und Andrei Sidorenko im VW Golf VII GTI ins vierstündige Rennen. Sie alle eint Hoffnung und Zuversicht, dass dem ersten Rennen noch viele weitere in diesem Jahr folgen mögen.

Veranstalter, Teams und Fahrer, appellieren an die Motorsport-Fans, zu Hause zu bleiben, sich das Rennen im Livestream anzusehen, um das Konzept nicht zu gefährden. Und um in diesem Jahr noch Läufe mit Zuschauern an der Strecke erwarten zu dürfen.