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Oberbayerische Gelassenheit für Berlin

Oberbayerische Gelassenheit für Berlin

Nach zwei aufeinanderfolgenden Siegen gegen den VfL Bochum und Greuther Fürth möchte der 1. FC Kaiserslautern am Samstag (13 Uhr, Fritz-Walter-Stadion) gegen Union Berlin seinen Weg ins Mittelfeld fortsetzen. Einer, auf den es dabei erneut ankommen wird, ist Julian Pollersbeck.

Kaiserslautern. Wenn das stimmt, dass gute Torleute in der Hektik des Spiels durch ihr Spiel und ihre Präsenz vor allem Ruhe auf ihre Vorderleute ausstrahlen können, dann bringt Julian Pollersbeck alles mit für diese Position. Denn der gebürtige Oberbayer ist einer der ganz wenigen Gewinner im Team des 1. FC Kaiserslautern in dieser Saison. Nachdem er für André Weis nach dessen Roter Karte gegen den VfB Stuttgart erstmals im Tor der "Roten Teufel" stand, hat er das Privileg des Stammtorhüters bisher nicht mehr abgegeben. "Er strahlt trotz seines jungen Alters viel Ruhe auf die Mannschaft aus. Das ist wichtig", sagt sein Trainer Tayfun Korkut über den Mann, dem er jetzt das Vertrauen vor André Weis gibt. "Als André nach seiner Sperre wieder spielen durfte, musste ich mich entscheiden. Und ich habe mich für Julian entschieden. Im Moment hat er die Nase vorn. Aber er weiß, dass er auch noch viel lernen muss. Es ist alles nur eine Momentaufnahme." Mit seinen 1,95 Metern pflückt Pollersbeck die meisten Flanken souverän herunter. "Der kann mal einer wie Kevin Trapp werden." Weil, so die Lauterer Torwart- und Trainer-Ikone Gerry Ehrmann, die aktuelle Nummer eins neben Können, Willen und Fleiß auch viel Gelassenheit ausstrahle. Diese Eigenschaft will "Polle" auch gegen Berlin wieder zeigen. Die Qualität des Gegners wird ihm nicht den Schlaf rauben. "Wir müssen unser Spiel machen" fordert er. Alles andere sei "eh Wurscht". jüb