1. Sport
  2. Sportmix
  3. Regional

Rollstuhlbasketball: Das Wunder von der Elbe bleibt aus

Rollstuhlbasketball: Das Wunder von der Elbe bleibt aus

Aus der Traum: Durch eine 71:84 (34:44)-Niederlage am vorletzten Bundesliga-Spieltag bei den BG Baskets Hamburg haben es die Goldmann Dolphins Trier versäumt, wie im vergangenen Jahr das Play-off-Halbfinale um die deutsche Rollstuhlbasketball-Meisterschaft zu erreichen.

Hamburg. Sie gaben noch einmal alles, aber die Hypothek der Ausgangsposition war einfach zu groß. Bei der Mannschaft der Rückrunde, die sogar Serienmeister Lahn/Dill zu Hause in die Schranken verwiesen hatte, zu bestehen und den für Rang vier notwendigen Sieg einzufahren war in dieser Formation einfach unmöglich. Ohne die immer noch nicht einsatzfähige kanadische Weltmeisterin Janet McLachlan und mit einer zudem angeschlagenen Spielmacherin Diana Dadzite standen die Gäste aus Trier vor einer wahren Herkulesaufgabe mit ungleichen Waffen. Hamburg, das sich zu Saisonbeginn noch einmal mit internationalen Top-Athleten von der WM in Südkorea verstärkt hatte, hatte sich das Ziel Play-offs als Minimalvorgabe gesetzt und erwies sich am Samstagabend auch als das dominantere Team. Aber die Dolphins, allen voran Topscorer Dirk Passiwan, der es auf unglaubliche 43 Punkte in 40 Minuten brachte, gaben sich nicht kampflos geschlagen. Drei Minuten vor dem Ende war beim Spielstand von 72:77 aus Trierer Sicht noch eine Chance gegeben, das "Wunder von der Elbe" doch noch wahrzumachen und wie am Vorsonntag gegen Köln noch einmal einen Lucky Punch in letzter Sekunde zu setzen. Letztlich aber behielten die Hanseaten mit ihren beiden japanischen Top-Athleten an der Spitze ihre Nerven im Griff. Für die Trierer, die erstmals in dieser Saison einen Tag vor der Partie angereist waren, begann danach die lange Heimfahrt in der Gewissheit, zwar alles gegeben, die Überraschung aber doch verpasst zu haben. "Die ganze Saison stand für uns unter einem unglücklichen Stern mit vielen personellen Rückschlägen. Das kann ein Verein wie wir auf Dauer nicht verkraften. Vielleicht war letztlich die unerwartete Heim-Niederlage gegen St. Vith der Ausschlag gebende Faktor. Aber ein fünfter Platz in der Endabrechnung unter den besten deutschen Teams ist für uns aller Ehren wert", bilanzierte Passiwan, der in Hamburg noch einmal seine Ausnahmestellung im deutschen Rollstuhlbasketball unter Beweis gestellt hatte. jüb Goldmann Dolphins Trier: Koltes (2), v. d. Kuilen (6), Podnieks (2), Jassman (6), Dadzite (7), Passiwan (43), Saunders (8)