Rollstuhlbasketball: Dolphins wollen junge Talente voranbringen

Trier : Dolphins Trier: Vier Abgänge, neues Konzept

Beim Rollstuhlbasketball-Bundesligisten Doneck Dolphins Trier ist einiges in Bewegung. Vier Spieler verlassen den Club, talentierte Neuzugänge sollen kommen.

Im vergangenen Jahr gab es bei den Doneck Dolphins kaum Fluktuation – in diesem Sommer sieht es anders aus. Die wichtigsten Neuerungen.

Wer kommt, wer geht? Vier Spieler werden die Dolphins verlassen, bestätigt Spielertrainer Dirk Passiwan - darunter ist mit Mariska Beijer auch eine Spielerin, die in der Bundesliga-Saison eine wichtige Rolle gespielt hat. Die niederländische Nationalspielerin wechselt zum Trierer Ligakonkurrenten Hannover United. Jeweils nur wenige Minuten Spielzeit hatten der Luxemburger Chris Peters und Ex-Nationalspieler Matthias Heimbach. Peters zieht es wieder nach Luxemburg, Heimbach zurück in seine Heimat Augsburg. Auch Jack Davey zieht es zurück nach England, wo er für den Erstliga-Aufsteiger Exeter Otters spielen wird. „Er hat auch einen guten Job dort gefunden“, sagt Passiwan. Davey hatte drei Jahre lang für die Dolphins gespielt. Das heißt auch: Vier Starter der letzten Saison sind auch im nächsten Jahr für die Dolphins aktiv: Neben Dirk Passiwan bleibt Diana Dadzite sowie die Amerikaner Correy Rossi (er geht in seine dritte Saison) und Ryan Wright (geht in die vierte) den Dolphins erhalten. Neu in den Kader rücken wird Nathalie Ebertz, die im vergangenen Jahr für die Lux Rollers spielte, aber schon bei den Dolphins mittrainierte. Zurück bei den Trierern ist zudem Valeska Finger, die in der vergangenen Saison ebenfalls in Luxemburg spielte und die zuletzt bei der U25-WM spielte. Mit vier weiteren potenziellen Neuzugängen ist Passiwan im Gespräch – er spricht von einem neuen Weg, den der Club einschlagen werde: „Wir wollen gezielt junge Spieler finden, die sich bei uns weiterentwickeln sollen“, sagt er: „Wir wollen ein Ausbildungsverein sein.“ Andreas Ebertz, Vater von Nathalie und bisher schon Co-Trainer, wird in der neuen Saison zudem ins Management beim Club einsteigen.

Neues Logo, alter Name: Die Dolphins haben ihren Vertrag mit dem Namenssponsor Doneck verlängert. Demmächst wollen die Dolphins ein neues Logo präsentieren. Auch die zweite Mannschaft und das Kinder- und Jugendteam, die bisher unter dem Vereinsnamen RSC Rollis Trier firmierten, bekommen das Tier in den Titel: Dann werden sie als Dolphins II und „Jung-Delfine“ auf Korbjagd gehen.

Rollstuhlbasketball Trier Dolphins : Hamburg Matthias Heimbach von Trier (in weiß) gegen Reo Fujimoto. Foto: Hans Krämer/HANS KRAEMER
Dolphins-Spielerin Mariska Beijer hat ihren Vertrag verlängert. Foto: TV/Andreas Feichtner

Heißer Sommer: Dirk Passiwan und Nathalie Ebertz wollen unbedingt zu den Paralympics 2020 in Tokio. Dazu brauchen beide gute Resultate bei der Nationalmannschaft. Ebertz spielt ab morgen mit den deutschen Damen bei der Europameisterschaft in Rotterdam. Die besten vier Teams qualfizieren sich für die Paralympics. Passiwan will nach seiner Rückkehr ins Nationalteam eine wichtige Rolle: Die Herren-EM wird Ende August in Polen ausgetragen. Auch für ihn gilt: Halbfinale = Paralympics-Ticket.

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