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Rollstuhlbasketball: Hohe Hürden für die Dolphins in Wetzlar und Frankfurt

Trier. Für die Immovesta Dolphins Trier steht ein Doppelspieltag an. Zunächst gibt es das reguläre Spiel beim Serienmeister RSV Lahn-Dill (Samstag, 19.30 Uhr, Wetzlar, August-Bebel-Sporthalle). Einen Tag später findet die verlegte Partie bei den Mainhatten Skyliners (Sonntag, 16 Uhr, Wilhelm-Merton-Sporthalle) statt.

Trier. Das Duell in Wetzlar ist das Top-Ereignis des Wochenendes, denn die Nummer eins des deutschen Rollstuhlbasketballs empfängt den "Emporkömmling" aus Trier. Die Dolphins haben derzeit zwei Zähler Rückstand auf den Liga-Krösus. Auch Lahn-Dill hat Topspieler aus Übersee in seinen Reihen. Allen voran Joey Johnson aus Kanada, Steve Serio und Michael Paye (USA) und ganz neu den Japaner Wataru Horie.
Dass Lahn-Dill bereits ein Spiel verloren hat - ungewöhnlich für das Team von Trainer Nicolai Zeltinger, der in Doppelfunktion auch die Nationalmannschaft coacht -, liegt an Selbstüberschätzung. Auch sie hatten mit Johnson und Serio zwei Spieler zu den Panamerikanischen Spielen in Mexiko abgestellt, waren sich aber sicher, auch ohne sie gegen München gewinnen zu können. Ein Irrtum, die Partie ging mit 57:67 verloren.
Lahn-Dill ist gewarnt, vor allem vor Dirk Passiwan, der auch schon ihr Trikot trug. Auf der Homepage des Vereins bescheinigt man dem einsamen Bundesliga-Topscorer (Schnitt: 45,2 Punkte): "Er ist in der Form seines Lebens."
Der so Gelobte sieht die Siegchancen für sein Team "aber nur bei zehn Prozent". Während alles andere als eine Niederlage beim Champion eine Sensation wäre, rechnet sich Passiwan in Frankfurt was aus, auch wenn es beim ehemaligen Angstgegner, der um die Playoff-Teilnahme kämpft, sicher sehr schwer wird. Passiwan erwähnt nochmals ausdrücklich die Fairness der Gastgeber, die der Spielverlegung im November zugestimmt haben. wir
Immovesta Dolphins Trier: Passiwan, McLachlan, Jassman, Herrmann, Ewertz, Schmitz, Feser, Stewart, Jewells, Moseley-Williams