Rote Teufel heiß auf neue Pokalsensation in Leverkusen

Rote Teufel heiß auf neue Pokalsensation in Leverkusen

An der Stätte des Vorjahres-Triumphs möchte der 1. FC Kaiserslautern am Dienstag (19 Uhr, Bay-Arena) ein zweites Mal für eine faustdicke Überraschung sorgen. Die Roten Teufel freuen sich nach dem 2:1 vom Freitagabend gegen Greuther Fürth auf den Pokalauftritt bei Bayer Leverkusen.

Kaiserslautern. Auf dem Trikot ein paar Bluttropfen als Nachweis eines harten Kopfball-Duells, im kurz geschorenen Haar noch der Schweiß der freitäglichen "Nachtschicht", aber im Kopf bereits vier Tage voraus: "Leverkusen ist wieder eine ganz andere Nummer. Aber unser Auftritt heute Abend in der 2. Liga wird uns auch Selbstvertrauen für das Gastspiel beim Champions-League-Teilnehmer geben." FCK-Kapitän Willi Orban (22) versteckte sich am Freitagabend im Gespräch mit unserer Zeitung auch verbal nicht: "Ich bin für Dienstag jedenfalls optimistisch."
Auftritt im Rampenlicht


Bei der Werkself hatte sich der FCK im Februar 2014 durch einen 1:0-Sieg nach Verlängerung (Torschütze Jenssen) im Viertelfinale den anschließenden Auftritt bei den Münchener Bayern verdient. So etwas bleibt im Gedächtnis. "Da haben wir im vergangenen Jahr Geschichte geschrieben. Warum sollen wir das in diesem Jahr nicht wiederholen können?", gab sich der wieder genesene und auch wieder erstarkte Mittelfeldspieler Alexander Ring nach dem Fürth-Spiel ebenfalls selbstbewusst.
Mit welcher Formation Trainer Kosta Runjaic morgen Abend auflaufen wird, hängt nicht nur von der taktischen Ausrichtung ab. Gut möglich, dass der "mit den Hufen scharrende" Sippel-Vertreter Marius Müller als Torwart im Pokal eine Chance erhält. Auch Kerem Demirbay, Amin Younes und Kevin Stöger, alle drei gegen die Franken nicht einmal im Kader, wären eine Disposition. "Egal wie: Die Jungs haben sich diese Begegnung verdient und wir freuen uns alle auf den Auftritt im Rampenlicht", haut Trainer Kosta Runjaic in die gleiche Kerbe.
Verzichten müssen die Pfälzer bei der Elf von Roger Schmidt, die in der vergangenen Woche durch einen 1:0-Erfolg im Champions-League-Achtelfinale gegen Vorjahresfinalist Atlético Madrid aufhorchen ließ, dagegen auf jeden Fall auf Erik Thommy. Der vom Bundesligisten FC Augsburg ausgeliehene 20-Jährige zog sich am Freitag nur zwei Minuten nach seiner späten Einwechslung bei einem Sturz eine schwere Schulterverletzung zu. Nach einer eingehenden Untersuchung am Wochenende sollte entschieden werden, ob der Außenspieler eventuell sogar operiert werden muss.
Seine Mitspieler haben sich jedenfalls für Dienstag viel vorgenommen, werden sich aber für den Pokal-Hit bei Bayer auf jeden Fall "warm anziehen": Sie reisen eingedenk des Vorjahres-Ergebnisses im "Mantel der Geschichte" an.