Rudern: Trierer Richard Schmidt greift heute nach WM-Gold

Rudern: Trierer Richard Schmidt greift heute nach WM-Gold

Mit einem souveränen Sieg im Halbfinale der Ruder-WM im slowenischen Bled ist der Deutschlandachter ins Finale eingezogen. Es war der 29. Sieg in Folge auf der olympischen 2000-Meter-Strecke.

Seit mehr als drei Jahren ist das Boot von Trainer Ralf Holtmeyer auf dieser Distanz ungeschlagen.
"Es lief noch besser als der Vorlauf", sagte der Trierer Richard Schmidt, der seit dem Olympia-Fiasko von Peking im Achter sitzt. Von Beginn an dominierten die Deutschen das Rennen. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung auf die später zweitplatzierten Niederländer fast zwei Sekunden. Doch die Mannschaft um Schmidt musste nicht alles geben. "Wir haben am Ende noch keinen Endspurt hingelegt", erzählt der 24-Jährige. Deshalb betrug der Vorsprung auf die Niederlande nach 5:29,05 Minuten "nur" 1,04 Sekunden. Die Ruderer aus dem Nachbarland gelten beim Finale zu den stärksten Konkurrenten. Außerdem kämpfen Polen, Großbritannien, China und Australien um den WM-Titel. Schmidt: "Wir lassen uns die Favoritenrolle nicht aufdrängen."
Von der Magen-Darm-Infektion, die zwischenzeitlich auch 17 deutsche Ruderer außer Gefecht setzte, war die Mannschaft des Achters nicht betroffen. Das Szenario erinnerte an die Olympischen Spiele in Peking, als unter anderem der chancenreiche deutsche Leichtgewichts-Vierer mit Jost Schömann-Finck aus Zeltingen-Rachtig nicht mehr antreten konnte. Er habe beobachtet, dass alle Erkrankten mittlerweile wieder einsatzfähig seien, gab Schmidt Entwarnung. teu