Rudern: Trierer Richard Schmidt steht vor dritter Olympia-Teilnahme

Rudern: Trierer Richard Schmidt steht vor dritter Olympia-Teilnahme

Im olympischen Jahr verzichtet Trainer Ralf Holtmeyer auf einen umfassenden Umbau des Deutschland-Achters. Bereits im Paradeboot erprobte Ruderer sollen helfen, die derzeitige Vormachtstellung der Briten zu brechen und in Rio den Triumph von London 2012 zu wiederholen. Mit dabei ist also auch der Trierer Richard Schmidt.

"Ich freue mich auf Rio. Das wird ein Superhighlight. Ich bin stolz, wieder Mitglied des Achters zu sein": Richard Schmidt kommentierte seine Nominierung für den Deutschland-Achter am Donnerstag im Volksfreund-Gespräch mit großer Genugtuung. Dafür hat der 28-jährige Trierer vom RV Treviris viel Kraft investiert: "Zum Team zu gehören, darf man nicht als selbstverständlich erachten."

Nach Peking 2008 und London 2012 öffnet sich für Schmidt damit zum dritten Mal die Tür zu Olympischen Spielen. Neben dem Trierer sitzen im Achter für Rio viele weitere alte Bekannte. Mit bewährten Kräften geht's in die Goldmission. Vier Jahre nach dem Triumph von London verzichtet Bundestrainer Ralf Holtmeyer auf Experimente. "Wir haben das hohe Ziel, wieder Gold zu gewinnen. Dieses Ziel wollen wir in den nächsten Monaten nie aus den Augen verlieren", sagte Holtmeyer am Donnerstag in Dortmund bei der Präsentation der neuen Mannschaft.

Nach drei WM-Niederlagen gegen den Erzrivalen aus Großbritannien in den vergangenen drei Jahren wollen Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) und seine Mitstreiter Revanche. Am Siegersteg des Lagoa Rodrigo de Freitas soll am 13. August nicht die englische, sondern endlich mal wieder die deutsche Nationalhymne erklingen. Schmidt hofft auf einen neuerlichen Coup, sieht auf die Crew aber noch viel Arbeit zukommen: "Wir dürfen uns nicht ausruhen. Jetzt geht's erst richtig los. Wir haben nur noch gut drei Monate Zeit."

Schon in der kommenden Woche steht ein erstes Kräftemessen mit dem WM-Seriensieger Großbritannien an. Bei der Europameisterschaft vom 6. bis 8. Mai auf dem Beetzsee bei Brandenburg will die DRV-Crew ein erstes Ausrufezeichen setzen und den vierten kontinentalen Sieg in Serie feiern. Vorolympische Standortbestimmungen finden auch vom 27. bis 29. Mai beim Weltcup in Luzern und beim Weltcup-Finale vom 17. bis 19. Juni in Posen statt. Der Feinschliff für Rio soll in den anschließenden Trainingslagern in Völkermarkt (Österreich) und Ratzeburg erfolgen.