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Rudern: Triererinnen holen Altersklassen-Gold bei Regatta

Rudern: Triererinnen holen Altersklassen-Gold bei Regatta

Die Tschechin Mirka Knapková, Olympiasiegerin von London, ist noch eine Nummer zu groß für Kathrin Morbe. Aber keine andere Rudererin im Weltklassefeld der Langstreckenregatta in Bern war schneller als die 17-Jährige aus Trier.

Bern. Klar, die Neun-Kilometer-Distanz beim Armadacup in Bern ist viereinhalbmal so lang wie die olympische Strecke (2000 Meter). Doch dass Kathrin Morbe in der Bundesstadt der Schweiz nur Mirka Knapková um gut eine halbe Minute den Vortritt lassen musste, begeistert auch Trainer Benedikt Schwarz: "Es ist eine außergewöhnliche Leistung von Kathrin in ihrem Alter bei einem so anspruchsvollen Rennen internationale Ruderikonen hinter sich zu lassen." Mit der mit einem Deutschen verheirateten Weißrussin Ekaterina Karsten distanzierte Morbe die Einer-Olympiasiegerin von 2000 und 2004 um knapp 13 Sekunden. Knapková lag 36 Sekunden vor Morbe, die 38:38,93 Minuten benötigte und damit schnellste der Unter-19-Jährigen war (U19). Der zweite Gesamtplatz bescherte der U19-WM-Bronzemedaillengewinnerin vom RV Treviris Trier ein Preisgeld von 1000 Schweizer Franken (rund 800 Euro).
Morbes Nachfolgerin als U17-Siegerin kommt ebenfalls aus Trier. Maren Geib sicherte sich bei ihrer ersten Armadacup-Teilnahme auf dem schwierigen Kurs und mit denkbar schlechten Voraussetzungen aus der letzten Startreihe heraus den ersten Platz in dieser Altersklasse. Das Besondere am Armadacup ist, dass die Regatta auf dem Wohlensee als Massenstartrennen für Skiff (Einer) durchgeführt wird.
Beinahe hätte es sogar ein RVT-Triple gegeben. Morbes und Geibs Vereinskamerad Leon Schuler lag lange Zeit aussichtsreich im Rennen der U19-Junioren. Doch in der letzten Kurve stoppte ihn eine Sandbank. Der 17-Jährige (36:46,73) musste doch noch dem Mainzer Philipp Grebner (36:30,04) und dem Briten Cameron Kerr (36:40,64) knapp den Vortritt lassen. teu