Sauertaler dicht vorm Höhepunkt

Sauertaler dicht vorm Höhepunkt

Nach dem Sturz des bisherigen Leaders aus Föhren (1:4 beim FC Könen) hat sich die Liga auf einen Aufstieg der SG Sauertal Ralingen eingerichtet. Das Team von Frank Wagner braucht im letzten Heimspiel gegen den FC Könen noch einen Sieg, um in die Bezirksliga West zurückzukehren.

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Andreas Arens Ralingen/Föhren/Schillingen/Ehrang Alles scheint angerichtet zu sein in Godendorf: Die SG Sauertal (Platz eins / 58 Punkte) kann sich mit einem weiteren Sieg gegen den FC Könen (Anstoß: 14.30 Uhr) für eine starke Saison belohnen und den ersehnten Wiederaufstieg in die Bezirksliga West feiern. Aus dieser war man 2013 abgestiegen und landete seitdem zweimal auf dem zweiten und einmal auf dem dritten Rang in der A-Liga. Die gute Ausgangsposition hat das Ralinger Team dem kommenden Gegner aus Könen mit zu verdanken. Der nämlich nahm dem bisherigen Spitzenreiter aus Föhren mit einem 4:1-Sieg den (Aufstiegs)- Wind aus den Segeln. "Könen hat für uns vorgelegt. Jetzt haben wir alles selbst in der Hand, dürfen uns aber jetzt keinen Ausrutscher erlauben. Könen zu Hause zu schlagen, wird verdammt schwer, denn sie verteidigen gut und agieren in den Räumen stets sehr diszipliniert", warnt SG-Trainer Wagner. Weiter betont der frühere Salmrohrer Regionalligaspieler: "Könen zu unterschätzen, weil es längst gesichert ist, wäre fatal. Wir müssen einfach die Leistungen der letzten Wochen auf den Platz bringen. Taktisch werden wir zu solch einem Zeitpunkt nichts Neues mehr probieren."
Nach der Nullnummer bei Schweich II vor zwei Wochen bewegten sich die Titelambitionen der Sauertaler schon gen Null. "Bereits nach der Niederlage in Föhren habe ich gedacht, dass der Aufstiegszug ohne uns abfährt", lässt Wagner durchblicken. Doch mit den beiden Zu-Null-Erfolgen gegen die Kellerkinder Konz (5:0) und Nittel (2:0) brachte sich das Team selbst wieder in Stellung. Unter gütiger Mithilfe des FC Könen, der eine sehr gute Aufstiegssaison spielt, hat sich Ralingen nun selbst in eine komfortable Ausgangssituation gebracht. "Wir haben unsere Heimstärke in dieser Saison oft eindrucksvoll beweisen können und nur gegen Föhren und Tarforst Punkte liegenlassen. Wichtig ist, eine gewisse Balance zwischen Abwehr und Angriff zu finden und unser Spiel durchzuziehen. Wir müssen ein letztes Mal 90 Minuten Gas geben und Druck machen", sagt Wagner, der am Sonntag mit gut 350 Zuschauern rechnet. "Die Fans haben uns insbesondere auch in Ehrang bei einem sicherlich hochklassigen Spiel zahlreich unterstützt. Das wird am Sonntag nicht anders sein. Die Hütte wird brennen." Wagner muss weiterhin auf den verletzten Dennis Hansen, aber auch auf Philipp Marx verzichten. Marx befindet sich privat in den USA.
Für den entthronten Tabellenführer SV Föhren (Platz vier / 56 Punkte) könnte das Heimspiel gegen den TuS Schillingen (Dritter/ ebenfalls 56 Zähler) vermutlich zu einem wertlosen Auftritt werden, denn aus eigener Kraft kann die Elf des scheidenden Trainers Eric Schröder (TV berichtete) nicht mehr Meister werden. Sowohl Föhren als auch der Gegner aus dem Hochwald müssen zeitgleich auf Ausrutscher der SG Ehrang (Zweiter/ 57 Punkte) und der SG Ralingen hoffen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ehrang und Ralingen verlieren werden. Dennoch wollen wir unsere Hausaufgaben machen, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein", hat Schröder nur noch geringe Hoffnungen auf die direkte Rückkehr in die Bezirksliga.
Der Coach gibt sich jedoch selbstbewusst: "Wir werden alles dafür tun, um das Spiel in Schillingen zu gewinnen." Auch Schillingen hat nur dann noch eine Aufstiegschance, wenn man in Föhren gewinnt, Ehrang gegen Welschbillig nur unentschieden spielt und Ralingen sein Heimspiel gegen Könen vergeigt. Ehrang verspielte seine Titelchance wohl vor knapp zwei Wochen beim 0:2 in Föhren -und das nach 14 Spielen ohne Niederlage in Serie.

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