Schach: Trierer Heimspiele enden mit Niederlage und Unentschieden

Schach: Trierer Heimspiele enden mit Niederlage und Unentschieden

Bei den einzigen Heimspielen der Schachgesellschaft Trier der Saison in der Schach-Bundesliga traf am Wochenende die Elite der höchsten nationalen Spielklasse aufeinander. Es fiel die Vorentscheidung um die deutsche Meisterschaft.

Trier. Im Großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung Trier-Saarburg rauchten sprichwörtlich die Köpfe, als sich dort am Wochenende die Elite der Schachbundesliga traf. Die Schachgesellschaft Trier veranstaltete ihre einzigen Heimspiele der Saison unter optimalen Bedingungen. Die Partien wurden live über dem Spielraum in der Kreisverwaltung von dem Trierer Bundesligaspieler Alexander Dany kommentiert.
Entnervt aufgegeben


Bei den Begegnungen am Samstag zwischen der SG Trier und dem Tabellenzweiten Solingen beziehungsweise dem Tabellenführer aus Baden-Baden und Wattenscheid waren die Favoritenrollen klar verteilt. Obwohl die Trierer Denksportler nicht in Bestbesetzung antreten konnten, wurde Solingen lange Paroli geboten. Nach sechs Stunden Spielzeit stand es 3,5 - 2,5 für Trier und die beiden noch laufenden Partien schienen Remis zu enden. Doch Solingen sprang mit Glück und Können der ersten Saisonniederlage von der Schippe. Weder Tornike Sanikidze noch Stephen Gordon konnten die schwierigen Turmendspiele halten und gaben nach sieben Stunden entnervt auf. Trotz einer hervorragenden Mannschaftsleistung der Trierer war die Enttäuschung nach der bitteren 3,5:4,5 Niederlage groß.
Obwohl Baden-Baden ohne seine Topstars Carlsen, Anand und Aronjan anreiste, wurde Wattenscheid im Parallelkampf mühelos mit 5,5:2,5 besiegt.
Am Sonntag kam es somit zum kleinen Finale, das Baden-Baden souverän mit 5:3 gegen den einzigen ernsthaften Konkurennten aus Solingen für sich entscheiden konnte. Die 8. Deutsche Meisterschaft in Folge dürfte den Kurstädtern somit nicht mehr zu nehmen sein.
Dem Abstieg entkommen


Gegen Wattenscheid verspielten die Moselstädter den möglichen Sieg leichtfertig. Stephen Gordon übersah einen Figureneinsteller des Urgesteins Ralf Appel und musste später ins Remis einwilligen. Schließlich wurden mit 4:4 die Punkte geteilt.
Die SG Trier dürfte mit elf Mannschaftspunkten und Platz neun in der Liga mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. red

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