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Schalke feiert, Gladbach schwört Revanche

Schalke feiert, Gladbach schwört Revanche

So stehen die deutschen Chancen in der Europa League.

Thessaloniki/Mönchengladbach (dpa) Der FC Schalke 04 in Hochstimmung, wenig Hoffnung bei Borussia Mönchengladbach — die Lage der deutschen Teilnehmer in der Fußball-Europa-League ist nach den Hinspielen in der Zwischenrunde höchst unterschiedlich. Schalke 04 hat den griechischen Vertreter PAOK Saloniki in dessen Stadion mit 3:0 deklassiert und damit höchstwahrscheinlich das Ticket fürs Achtelfinale gebucht. Dagegen müssen die Mönchengladbacher nach der unnötigen 0:1-Heimpleite gegen den AC Florenz das Aus befürchten. Schalkes Trainer Markus Weinzierl war nach dem souveränen Erfolg stolz. "Wie wir das gemacht haben, fand ich sehr beeindruckend", sagte der Coach. Der klare Erfolg gelang mit einer coolen Vorstellung in der hitzigen Atmosphäre des Toumba-Stadions. Spätestens nach der Führung von Guido Burgstaller (27.) kontrollierten die Knappen Ball und Gegner. Max Meyer per Kopf (82.) und der eingewechselte Klaas-Jan Huntelaar (90.) mit seinem 50. Europapokaltreffer legten nach. "Das wird ihm guttun", sagte Weinzierl über Huntelaar, der lange wegen Verletzung gefehlt hatte. Das Rückspiel am kommenden Mittwoch (18 Uhr) dürfte nur noch Formsache sein. Ganz anders die Situation beim Bundesliga-Rivalen Borussia Mönchengladbach. Trotz klarer Überlegenheit verlor die Mannschaft die Partie gegen Florenz. Ein sehenswerter Freistoß-Treffer durch Geburtstagskind Federico Bernardeschi besiegelte das ungerechte Resultat. "Wir haben viele hochkarätige Chancen, und Florenz gewinnt durch einen Sonntagsschuss", haderte Borussias Flügelspieler Patrick Herrmann. Es war die erste Pflichtspielniederlage von Dieter Hecking als neuer Borussia-Coach. Die Gladbacher laufen Gefahr, nach 2013 und 2015 zum dritten Mal das Achtelfinale zu verpassen. Doch den Gedanken schiebt die Mannschaft weit von sich. "Das Spiel ist noch nicht durch für Florenz", befand Hecking und scherzte: "Vielleicht sind die Tore in Florenz etwas größer." Den Frust wollen sich die Borussen am Sonntag in der Bundesliga gegen RB Leipzig von der Seele schießen. "Wir können mit Mut gegen Leipzig auftreten", meinte Sportdirektor Max Eberl. Die Leipzig-Partie soll die richtige Einstimmung auf das Rückspiel in Florenz am nächsten Donnerstag (21.05 Uhr) sein.Extra

Randale: Unschöne Szenen gab es nach der Partie in Thessaloniki, wo es zu Schlägereien zwischen Schalke-Fans und Anhängern von Partizan Belgrad gekommen ist. Die Serben pflegen eine Fanfreundschaft mit den Anhängern von PAOK Saloniki und zogen in der Nacht zum Freitag vor ein Hotel mit Schalker Fans. Dort kam es zu Auseinandersetzungen, bei denen mindestens zwei Menschen verletzt wurden, wie griechische Medien berichteten. PAOK Saloniki — FC Schalke 04 0:3 (0:1) Tore: 0:1 Burgstaller (27.), 0:2 Meyer (82.), 0:3 Huntelaar (90.) Schiedsrichter: Javier Estrada Fernandez (Spanien) Zuschauer: 28 000 Bor. Mönchengladbach — AC Florenz 0:1 (0:1) Tor: 0:1 Bernardeschi (44.) Schiedsrichter: Jesús Gil Manzano (Spanien) Zuschauer: 41 863