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BALLGEFLÜSTER: Schalker Schlamassel: Des einen Leid, des anderen Freud

BALLGEFLÜSTER : Schalker Schlamassel: Des einen Leid, des anderen Freud

Schalke 04 schliddert seit Monaten von einem (PR-)Desaster ins nächste. Da ist das Debakel um den ehemaligen ,Big Boss’ Clemens Tönnies, der sich im Zuge von rassistischen Äußerungen im Sommer 2019 und später infolge eines massiven Corona-Ausbruchs in seinem Fleischwerk in Rheda-Wiedenbrück nach und nach ins Abseits spielte.

Dazu der von allerlei Nebengeräuschen begleitete Wechsel von Torwart Alexander Nübel zum FC Bayern München. Oder auch die nicht gut kommunizierte Trennung von mehreren altgedienten Fahrdienstkräften der Nachwuchsabteilung.

Eingebettet ist all das in eine fast schon epische Erfolglosigkeits-Serie. Seit 25 Bundesliga-Spielen sind die Königsblauen nun bereits ohne Sieg.

Des einen Leid ist des anderen Freud: Denn das Schalker Schlamassel führt an anderer Stelle zu nicht einkalkulierter Popularität. Tasmania Berlin ist in aller Munde. Jener Club, der mit 31 Spielen in Folge ohne Sieg (noch) Negativ-Rekordhalter in der Bundesliga ist.

Auf allen Kanälen wird der heutige Fußball-Oberligist thematisiert – er darf sich so über kostenlose PR freuen, die auf der eigenen facebook-Seite genüsslich registriert wird.

Dennoch zittern sie in der Bundeshauptstadt. Denn wenn Schalke nicht locker lässt, ist Tasmania den Rekord bald los – und damit einen wichtigen Teil der Vereins-Identität.

m.blahak@volksfreund.de