Schnell auf Skiern

Der Schnee in der Eifel fehlte bisher weitestgehend in diesem Winter. Trotzdem hat Niklas Butzen vom SLV Ernstberg bei der Skilanglauf-DM in Thüringen mit der nationalen U16-Elite mitgehalten. Er belegte den 13. und 18. Platz.

Oberwiesenthal. Auf der Rückfahrt aus Oberwiesenthal schwärmte Thomas Kloth: "Wir hatten mehr als einen Meter Schnee, strahlend blauen Himmel und minus acht Grad", berichtete der Skilanglauf-Trainer des Ski-Verbands Rheinland. Bei den deutschen Meisterschaften in Thüringen herrschten Bedingungen, von denen die Wintersportler in der Eifel nur träumen können.
Doch obwohl Niklas Butzen im bisherigen Verlauf des Winters immer weit fahren musste, um im Schnee zu trainieren, erreichte der 15-Jährige aus Mehren sein bisher bestes Ergebnis bei deutschen Meisterschaften. Im Sprint über 1,2 Kilometer qualifizierte er sich im Prolog für das Viertelfinale. Er schied aus und belegte in der Gesamtabrechnung den 18. Platz. "Niklas ist taktisch noch nicht ganz so weit. Daran müssen wir noch arbeiten", analysierte Verbandstrainer Kloth.
Dass die Ausdauerwerte stimmen, bewies Butzen in der Doppelverfolgung. Nach fünf Kilometern im klassischen Stil lag der Schüler des Dauner Geschwister-Scholl-Gymnasiums an 16. Stelle. Nach dem Wechsel auf die Skating-Ski machte er auf der gleichen Distanz aber drei Plätze gut und belegte den 13. Rang.
Für Kloth entscheidend ist, dass der Rückstand zum deutschen Meister Martin Bergmann aus Thüringen mit 1:44,7 Minuten überschaubar blieb. Von einem Top-Ten-Platz war Butzen nur fünf Sekunden entfernt. Der Schneemangel ist für Kloth nicht tragisch. Trotzdem hofft der 32-Jährige, dass es noch winterlicher wird. Der Skilangläufer werde zwar im Sommer gemacht, mit etwas mehr Training im Schnee könne man noch bis zu fünf Prozent mehr Leistung herauskitzeln. Das nächste Ziel ist die Langstrecken-DM im März.