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Schömann-Finck-Brüder im WM-Endspurt

Schömann-Finck-Brüder im WM-Endspurt

Das Zittern hat ein Ende: Jost und Matthias Schömann-Finck haben sich für die Ruder-Weltmeisterschaften Ende August die begehrten Plätze im deutschen Leichtgewichts-Vierer erkämpft.

Zeltingen-Rachtig/Ratzeburg. Es war für die Trainer des Deutschen Ruderverbands (DRV) mit Sicherheit keine leichte Entscheidung, wen sie zu den Zwillingen Martin und Jochen Kühner bei den Weltmeisterschaften im slowenischen Bled (28. August bis 4. September) in den deutschen Leichtgewichts-Vierer setzen. Bei der WM geht es nicht nur um die Titel der weltbesten Ruderer, sondern auch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in London.
Jost und Matthias Schömann-Finck lagen bei den entscheidenden Tests im Frühjahr hinter dem Bruderpaar Kühner aus Saarbrücken sowie Bastian Seibt und Lars Wichert (beide Hamburg). Beim ersten Weltcup in München schickte der DRV deshalb den Vierer mit Hamburger und Saarbrücker Besatzung ins Rennen. Das Ergebnis war allerdings bescheiden: zweiter Platz im B-Finale. Die Geschwister-Paare Schömann-Finck und Kühner fuhren anschließend beim Weltcup in Hamburg zwar auf den Bronzeplatz, allerdings hatten viele Nationen aus Angst vor Ehec-Erkrankungen abgesagt. Beim Weltcup-Finale in Luzern wiederum verletzte sich Schlagmann Martin Kühner beim Warmlaufen. Die Ummeldungsfrist für Ersatzmann Seibt konnte nicht eingehalten werden. Das deutsche Boot (Seibt, Jochen Kühner, Jost und Matthias Schömann-Finck) wurde disqualifiziert.
Eingespieltes Team


Die DRV-Verantwortlichen entschieden sich letztendlich für das eingespielte Kühner-Schömann-Finck-Team, das vor zwei Jahren in dieser Besetzung Weltmeister geworden war. "Wir sind mit unserem Vierer momentan sehr zufrieden", meldete Matthias Schömann-Finck aus dem zweiten WM-Trainingslager in Ratzeburg. "Sowohl die Messbootfahrten als auch die Videos machen einen guten Eindruck", sagt der mit 32 Jahren "Senior" im Boot. Zuvor hatten sich die Leichtgewichts-Riemenruderer (Maximalgewicht 72,5 Kilogramm, jeder Ruderer bewegt nur einen sogenannten Riemen) bereits in Breisach ein Trainingslager absolviert.