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Schulter an Schulter in die Winterpause

Schulter an Schulter in die Winterpause

Noch zwei Spieltage plus Pokal-Achtelfinale stehen in den Mosel-Kreisligen an, dann geht\'s in die für alle personell gesehen angenehme Winterpause. Der Titel-Zweikampf zwischen dem FSV Salmrohr II und der SG Buchholz (punktgleich mit je 36 Zählern) wird auch bis dahin die primäre Aufmerksamkeit beanspruchen.

Buchholz/Manderscheid/Salmrohr. Was wird im Titelkampf entscheidend sein? Uwe Kasper, Trainer des FSV: "Das erste Spiel gleich nach der Winterpause gegen Buchholz wird noch keinen vorentscheidenden Charakter tragen. Außer diesem Knaller wird es weitere schwere Spiele geben, in denen wir uns beweisen müssen. Ich denke, die Entscheidung fällt erst im Mai. Wichtig wird dabei sein, wer eine gute Wintervorbereitung absolvieren kann, verletzungsfrei bleibt und die größere Konstanz zeigt."
Sein Pendant Karl-Heinz Gräfen sieht die Konstellation differenziert. "Wir haben ein Schlüsselspiel in Salmrohr, doch die Entscheidung um den Aufstieg reift erst in den letzten drei, vier Spieltagen. Vielleicht gibt sich einer der beiden ja eine Blöße gegen einen Gegner, der normalerweise zu besiegen ist. Marginale Dinge werden den Ausschlag geben. Die Spielerdecke am Ende der Saison könnte mitentscheidend sein. Da hat Salmrohr vielleicht einen Vorteil".
Welche große Stärke hat der große Hauptkonkurrent? "Buchholz geht in der Anfangsphase eines jeden Spiels ein unglaubliches Tempo. Da kombinieren sie gut. Vor allem über ihre linke Seite haben sie Qualität. Die kämpfen und gehen lange Wege", sagt Uwe Kasper.
Gräfen beispielsweise sieht die "große Ausgeglichenheit und Qualität des Spielerpotenzials bei Salmrohr. Da sind immer zwei, drei Spieler aus dem Oberligakader dabei".
Beide Trainer sehen tendenziell diesen Zweikampf bis zum Saisonende. Für den Buchholzer Trainer könnten mit Abstrichen "noch Gonzerath oder Wittlich II in Betracht kommen. Doch dazu müssen sie alles bis zur Winterpause gewinnen".
Auch ein neuerliches Entscheidungsspiel wie im Vorjahr zwischen Niederkail und Traben-Trarbach schließt Gräfen nicht aus. Seine Mannschaft spielt noch gegen Niederemmel und in Hetzerath. "Da spielen wir gegen Teams, die wie angeschlagene Boxer agieren. Die sind bekanntlich immer die gefährlichsten. Doch wir fokussieren uns zunächst voll auf das Niederemmel-Spiel. Beide müssen wir gewinnen". Auch Kasper hat zwei "machbare Aufgaben" vor der Brust. "Wir spielen erst zu Hause gegen Hetzerath und dann zum Derby in Dreis. Letzteres wird wahrscheinlich schwieriger sein, doch auch Hetzerath ist mit den Hahn-Brüdern kein leichter Gegner."
Es wird sich also bald zeigen, ob beide Clubs Schulter an Schulter in die Winterpause gehen werden. L.S.