Schwalben fliegen tief und schnell

Schwalben fliegen tief und schnell

Es ist wieder ein wirkliches Fest des Radsports geworden: Die Traditionsveranstaltung des RV Schwalbe Trier, die zum 23. Mal in Sirzenich ausgetragen wurde, hatte zum 9. Mal die Stadtwerke Trier als Namensgeber. Es war gleichzeitig der Auftakt zur Rheinlandpokalserie.

Trierweiler-Sirzenich. Mit insgesamt rund 350 Teilnehmern lag das SWT Radsportfestival in Sirzenich quantitativ auf Augenhöhe mit dem des Vorjahres, die Qualität wurde aber noch gesteigert. Nur ausgerechnet das mit Spannung erwartete Rennen der Masters (Senioren 3) mit Lokalmatador Wladimir Gottfried und dem amtierenden Straßenweltmeister Jens Volkmann konnte nicht das halten, was sich die Veranstalter versprochen hatten. Volkmann war wegen einer Operation in der vergangenen Woche nicht am Start, Gottfried hatte sich zwei Rippen gebrochen, biss sich im Rennen zwar durch, konnte aber gerade in den Steigungen des 1,9 Kilometer langen Rundkurses, der 15 Mal durchfahren werden musste, seine gewohnte Stärke nicht ausspielen. Dennoch belegte der Zeitfahr-Weltmeister den achten Rang in seinem Rennen, das von Jürgen Sopp (Cycling Team Wuppertal) gewonnen wurde.

Bei den Senioren 2 kam der deutsche Straßenmeisters Heinz Häusler vor dem Ranglistenersten Stefan Steiner auf den zweiten Platz. Rainer Beckers vom Team Starbikewear gewann den 36,1 Kilometer langen Wettbewerb in glänzenden 55:51 Minuten. Unter den Augen von Landestrainer Kurt Werheit (Andernach), der der gesamten Veranstaltung ein hohes sportliches Niveau und eine glänzende Organisation bescheinigte, ging dann das Hauptereignis mit 105 Teilnehmern, darunter 17 Fahrer des Schwalbe Elite Teams, über die Bühne. 32 Runden und damit insgesamt 60,8 Kilometer waren im letzten Rennen der besten Fahrer (Elite, A/B/C-Klasse) zu bewältigen. Nach der Hälfte wurde es ernst. "Schwalbe" Philipp Becker initiierte die entscheidende Attacke, der noch sieben Fahrer folgen konnten - darunter seine Teamkollegen Karsten Keunecke und Markus Zingen.

Für Platz eins reicht es nicht



Die Taktik war in der Folge darauf ausgelegt, sich mit dieser Gruppe abzusetzen und Becker im Sprint in eine gute Position zu lancieren. Die Trierer arbeiteten auch gut zusammen, vor allem Keunecke leistete eine Menge, aber im Schlussspurt reichte es nicht ganz. David Jesse vom pfälzischen Team Erdinger Alkoholfrei setzte sich knapp gegen Becker durch. Keunecke und Zingen, die viel gearbeitet hatten, landeten auf den Plätzen sieben und acht. In der U-23-Sonderwertung belegte Andre Benoit von Schwalbe Trier Rang zwei hinter Florian Scheit (Radsport Rhein-Neckar). Günter Steffgen, der Vorsitzende des RV Schwalbe, war mit der Leistung der Trierer Fahrer hochzufrieden: "Wir sind in der Spitze viel breiter geworden. Dass wir im Hauptrennen 16 Fahrer ins Ziel bringen, ist eine wirklich starke Leistung." wir

Mehr von Volksfreund