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Trier/Stockholm
SG Trier: Zehn Jahre Bundesliga und Talentförderer

Trier/Stockholm. Am 23. September beginnt in der georgischen Stadt Batumi die 43. Schacholympiade. Deutschland nimmt im offenen und im Frauenturnier mit je einer Mannschaft, bestehend aus je fünf Spielern und Spielerinnen teil.

Einer der nominierten Akteure der deutschen Nationalmannschaft ist der aus Trier stammende und aktuell in der schwedischen Hauptstadt Stockholm lebende Georg Meier, der schon Mannschafts-Europameister wurde. Mit neun Jahren trat Meier  dem inzwischen aufgelösten Schachklub Zewen bei. Beim SC Trier-Süd (einer der Vorgänger der SG Trier) wurde er später vom mittlerweile verstorbenen Kurt Lellinger – eine der großen Persönlichkeiten im regionalen Schach der vergangenen Jahrzehnte – gefördert. Nicht nur Meier entwickelte sich bei der heutigen SG zu einem außergewöhnlichen Schachspieler, sondern auch Charlotte Sanati (ehemalige deutsche Jugendmeisterin) sowie Lev Yankelevich. Der Bernkastel-Kueser sammelte bereits Erfahrung bei der SG Speyer-Schwegenheim in der Bundesliga.

In der Bundesliga spielte auch die SG Trier bis zum freiwilligen Rückzug 2017 zehn Jahre lang erfolgreich. Einige Gründe wurden damals von der aus halb Europa zu den Spielen eigens eingeflogenen Mannschaft für den Weggang in die britische Four Nations Chess League angeführt. Entscheidend war aber offenbar, dass die vom auf der Isle of Man lebenden Dietmar Kolbus finanzierten Spieler keine Bindung zur SG Trier selbst hatten und der Verein auch keinen Einblick in die  Buchhaltung der Bundesliga-Mannschaft bekam.