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Silvesterlauf-Favorit setzt sich keine Grenzen: "Ich will immer gewinnen!"

Silvesterlauf-Favorit setzt sich keine Grenzen: "Ich will immer gewinnen!"

Der vierte deutsche Sieg ist beim Silberjubiläum des Bitburger-Silvesterlaufs möglich. Arne Gabius schnupperte gestern schon einmal Trierer Luft und erzählte, weshalb er in 2:09,32 Stunden das schnellste Marathon-Debüt eines Deutschen erzielte.

Trier. Arne Gabius nennt sich frech und naiv. Aber damit erklärt er eher die Sichtweise der meisten Journalisten und Laufexperten, als er vor dem Frankfurt-Marathon erklärte, wie schnell er bei seinem Debüt auf der längsten olympischen Strecke laufen wolle. "Als ich bei der Pressekonferenz sagte, ich wolle zwischen 2:10 und 2:12 Stunden laufen, stand allen der Mund offen", erzählt Gabius. Dabei ist der Arzt alles andere als ein Traumwandler. Aber der eigene Kopf dürfe einen Läufer auch nicht blockieren. "Man darf sich keine Grenzen setzen, keine Mauern aufbauen", sagt Gabius, der seit einem Jahr in Stuttgart lebt. Damit blockiere man sich bereits im Training. Im Rennen erst recht. Und wer wie Gabius in der Marathon-Vorbereitung bis zu 250 Kilometer pro Woche läuft, muss den Kopf frei haben. Lockerer denn je wirkt Gabius bei der Präsentation im Trierer Rathaus als einer der deutschen Topläufer beim Jubiläums-Silvesterlauf. "Ich arbeite jeden Tag daran, einmal in Trier zu gewinnen", sagte Gabius lachend zu Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen und dem Silvesterlauf-Vereinsvorsitzenden Berthold Mertes. Einer seiner größten Widersacher kommt aus Frankfurt: Homiyu Tesfaye war 2013 nach 18 Jahren der erste Deutsche, der in Trier gewinnen konnte. Der WM-Fünfte über 1500 Meter wird am 31. Dezember wieder an der Startlinie des Acht-Kilometer-Laufs stehen. Das Duell der besten deutschen Mittel- und Langstreckler steht diesmal im Bitburger-Lauf der Asse im Mittelpunkt. Welche Taktik er gegen den spurtgewaltigen Tesfaye, der seit Sommer 2013 deutscher Staatsbürger ist, wählen will, sagte Gabius nicht. Nur so viel: "Ich bin in Trier immer sehr offensiv gelaufen. Auch, weil es sehr viel Spaß macht bei den vielen Zuschauern." Die Afrikaner hatten oft aber gar kein Interesse an einem schnellen Rennen, erklärt der Silvesterlauf-Zweite von 2011: "Man hat richtig gemerkt, wie die sauer wurden. Es gab Jahre, in denen wurde ich in den Kurven regelrecht ausgebremst", sagt er.teu Extra: Silvesterlauf für alleInsgesamt rund 2000 Läufer werden am 31. Dezember beim zum Bitburger-Silvesterlauf in Trier erwartet. Der Trierische Volksfreund präsentiert wie in den vergangenen Jahren auch die 25. Auflage. Momentan liege der Meldestand im hohen dreistelligen Bereich, erklärt der Vorsitzende des Ausrichtervereins Berthold Mertes. Die Kombination ausSpitzen- und Breitensportevent mache den Reiz aus, sagt Thomas Steil. Der Läufer von der LG Langsur ist neben dem Trierer Jürgen Wolf derjenige, der bisher an allen 24 Silvesterläufen teilgenommen hat. "Es ist toll, diese Atmosphäre mit den vielen Tausend Zuschauern mitzuerleben. Wir sind immer mit einer großen Gruppe da. Erst feuern wir die Spitzenläufer an. Dann verschwinden wir kurz, um uns auf unseren eigenen Lauf vorzubereiten und genießen den Jahresabschlusslauf in der Menge", sagt Steil. teuExtra

Silvesterlauf-Programm: 13 Uhr LOTTO-Walking (5 km), 13.50 Uhr SWT-Bambini-Lauf (bis 7 Jahre, 600 Meter), 14 Uhr Volksfreund-Mädchen-Lauf, 14.10 Uhr Volksfreund-Jungen-Lauf (jeweils 8-11 Jahre, 1 km), 14.20 Uhr Sport-Simons-Lauf der männlichen Jugend und Schüler (12-19 Jahre, 5 km), 15 Uhr Sparkassen-Elite-Lauf der Frauen (unter 22 Minuten, 5 km), 15.30 Uhr Bitburger-Lauf der Asse (10 km unter 36 Minuten, 8 km), 16.15 Uhr SCHOLTES-Volkslauf der Frauen (ab 12 Jahren, 5 km), 17 Uhr NATUS-Volkslauf der Männer (8 km) Mehr zum Lauf: <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/laufen" class="more" text="www.volksfreund.de/laufen"%>