Splitter vom 22. Trierer Silvesterlauf

Splitter vom 22. Trierer Silvesterlauf

Birgit Heinen von Spiridon Hochwald und Armand Welsch von der LG Langsur kamen im Sparkassen-Elite- und Bitburger-Asselauf als Letzte ins Ziel. Traurig sind die beiden Lokalmatadore darüber nicht.

"Es ist natürlich auch ein Druck, aber so einen schönen Zieleinlauf gibt es sonst nie. Man bekommt den Applaus wie alle anderen auch", sagte die 48 Jahre alte Birgit Heinen. Armand Welsch hat eine ganz besondere Motivation, sich Jahr für Jahr der schier übermächtigen Konkurrenz zu stellen: "2012 werde ich 50, und dann möchte ich zum zehnten Mal in Folge im Asselauf mitlaufen", verriet der Luxemburger.

Zum 20. Mal kam Wolf-Dieter Poschmann zum Silvesterlauf nach Trier. 1991, bei der zweiten Auflage, lief der mehrfache deutsche Hochschulmeister selbst mit und wurde im Asselauf 37. in 25:43 Minuten. Bis auf eine Ausnahme wegen einer Erkrankung moderiert er seit 1992 die Rennen auf dem Hauptmarkt. Für sein langjähriges Engagement wurde "Poschi" zum Ehrenmitglied des Silvesterlauf Trier e.V. ernannt. Von der Stadt Trier erhielt er ebenfalls ein Präsent.

Die rekordverdächtige Anzahl von acht Kamerateams berichtete vom 22. Bitburger-Silvesterlauf in Trier. Außer den Stammgästen vom SWR und von RTL Luxemburg sowie der Mannschaft, die die Videoleinwand auf dem Hauptmarkt mit Bildern versorgte, kündigte sich am späten Abend vor der Veranstaltung Sky-TV an. Der Bezahlsender übertrug teilweise live. Ein Video produzierte auch der Volksfreund, das unter www.volksfreund.de/laufen zu sehen ist.

Nach dem letzten Stand der Ergebnisauswertung erreichten 1489 Läufer beim 22. Bitburger-Silvesterlauf in Trier das Ziel. Das sind 20 mehr als vor einem Jahr, aber 270 weniger als im Rekord- und Jubiläumsjahr 2009. Einen Rekord gab es aber trotzdem: Mit 399 Frauen kamen (365 Volks- und 34 Elitelauf) so viele Frauen ins Ziel wie noch nie.

Einige kuriose Fehler schlichen sich in der Ergebnisauswertung ein. So standen Anna und Lisa Hahner außer als Fünfte und Siebte des Sparkassen-Elitelaufs auch als Erste des Lotto-Volkslaufs in der Ergebnisliste - mit Zeiten von knapp über 13 Minuten, was Weltrekord wäre. Des Rätsels Lösung: Die Zwillinge joggten, immer noch mit der Startnummer am Trikot, nach der Siegerehrung beim Auslaufen noch einmal durch den Zielkanal.

Als einziger Mann durfte Oliver Kummer im Elitelauf der Frauen mitrennen. Der Grund: Er begleitete seine fast blinde Ehefrau Michaela, die in 3:11:38 Stunden den Marathon-Weltrekord in der Blindenkategorie B2 hält. In 20:06 Minuten lief die zweifache Mutter fast einen Vierer-Schnitt pro Kilometer.

Mangels Schnee lief die Trierer Silvesterlauf-Siegerin des Jahres 2010, Sabrina Mockenhaupt, doch noch bei einem Jahresabschlusslauf mit. Die 31-Jährige, die auf einen Trier-Start verzichtete, siegte beim mit 5500 Teilnehmern größten deutschen Silvesterlauf über 15 Kilometer in 53:33 Minuten. Ursprünglich wollte "Mocki" im Sauerland auf Skilaufbrettern trainieren. teu Video (ab 16 Uhr), Fotostrecke und alle Ergebnisse vom 22. Trierer Silvesterlauf unter www.volksfreund.de/laufen