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Sportanlagen: Änderungen bei der Förderung

Sportanlagen: Änderungen bei der Förderung

Wie kommen Sportvereine an Landesfördermittel - und welche Schwerpunkte werden auf der Basis der neuen Verwaltungsvorschrift Sportanlagen-Förderung gesetzt? Mit diesen Fragen hat sich der Vorstand des Stadtsportverbands Trier befasst. Weiteres Thema war der von der Stadt Trier geplante Mehr-Generationen-Bewegungsparcours.

Trier. Mehr als 20 Millionen Euro stehen in Rheinland-Pfalz im Jahr 2016 für die Sportstättenförderung bereit. Nach Auskunft von Matthias Ulbrich, Sportabteilungsleiter des Amts für Schulen und Sport der Stadt, gibt's geänderte Kriterien für künftige Förderungen. Diese beinhalten verstärkt die Themen demografischer Wandel, geändertes Nutzerverhalten und Änderung der Nachfrage nach der jeweiligen Sportart. "Trier hat in Sachen demografischer Wandel den großen Vorteil, dass entsprechend der Prognosen des Landessportbundes Rheinland-Pfalz langfristig mit einem Bevölkerungsanstieg gerechnet wird. Dadurch werden Maßnahmen in Trier sicherlich mit einer höheren Priorität gefördert als solche in Regionen, die langfristig Einwohner verlieren", sagte Ulbrich,
Felix Jäger, Sportkreisvorsitzender für Trier und Trier-Saarburg, wies darauf hin, dass künftig die sportfachliche Bewertung einer Baumaßnahme immer wichtiger werde. Die Sportkreisvorsitzenden müssen nun eine noch detailliertere Stellungnahme abgeben, ob die Förderung Sinn macht.
Ulbrich informierte daneben über den geplanten barrierefreien Mehr-Generationen-Bewegungsparcours mit elf Geräten. Die Kosten für die von Sportwissenschaftlern mitkonzipierte Anlage belaufen sich auf rund 150 000 Euro, wobei das Land einen Teil der Kosten übernehmen soll. "Das Moselstadion ist die meistfrequentierte Sportanlage Triers, sowohl, was den Vereinssport als auch den nicht organisierten Sport betrifft. Deswegen macht es Sinn, den ersten Bewegungsparcours dort zu errichten", sagte Bernd Michels, Vorsitzender des Stadtsportverbands.
Der Verband begrüßt derweil, dass die Stadt Trier ihre Bewerbung als Etappenort für die Tour de France für 2018 aufrechterhalten will, nachdem es von den Tour-Organisatoren für 2017 eine Absage gegeben hatte. Michels: "Eine Entscheidung pro Trier würde den gesamten Sport in Trier in den Vordergrund rücken." red