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"Sportlern keinen Vorwurf machen"

"Sportlern keinen Vorwurf machen"

Sport ist mehr als Sieger und Verlierer, bedeutet mehr als Kommerz und Macht. Das riefen die mehr als 100 Teilnehmer des DJK-Bundesjugendtages in Trier am vergangenen Wochenende ins Gedächtnis.

Trier. Millionenschwere Verträge bei Fußballern, Doping-Skandal in der Leichtathletik - die katholische Sportjugend hatte genügend Ansatzpunkte für ihre Diskussionen beim DJK-Bundesjugendtag. Nach den Treffen im Jahr 2000 (Marienburg bei Zell) und 2011 (Oberwesel) wurde die höchste Versammlung des konfessionellen Jugendsportverbands mit 100 Delegierten zum dritten Mal im Bistum Trier, erstmals im Robert-Schumann-Haus der Moselstadt ausgerichtet. Dass auch Sportler in einer unübersichtlichen Welt nach Orientierung suchen, stellt Rainald Kauer vom DJK-Sportverband Diözesanverband Trier verstärkt fest. Knapp ein halbes Jahr nach Olympischen und Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro stand das weltgrößte Sportfest im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion. Beim Gespräch mit Paralympics-Teilnehmerin Maike Hausberger vom Post-Sportverein Trier, Olympia-Volunteer Anne Büßen (Lübeck), dem Trierer Sport- und Weihbischof Jörg Michael Peters sowie Thomas Jung, der für das katholische Lateinamerika Hilfswerk Adveniat Projekte in Rio de Janeiro betreut, stellte sich heraus, dass die Sportler oft gar nicht abschätzen können, was ein Großereignis wie Olympische Spiele für die Menschen vor Ort bedeutet. "Die Sportler sind natürlich voll auf ihren Wettkampf fokussiert. Denen kann man keinen Vorwurf machen", fasst Kauer zusammen. Aber es dürfte auch nicht sein, dass die Konzentration der Olympioniken auf den Sport, ihre Popularität und die des Sports ausgenutzt oder sogar missbraucht werde. Die Sicht aufs Ganze und immer mit den Menschen im Mittelpunkt, das sei der DJK-Sportjugend wichtig, erklärt Kauer. Die drei Säulen Gemeinschaft, Sport und Glaube habe man auch beim Trierer DJK-Bundesjugendtag mit einem Friedensgebet und einer Messe in der Krypta des Trierer Doms erlebbar gemacht. Das Motto "DJK-Sportjugend - offen für mehr" zeigte sich in den Workshops darin, dass besprochen wurde, wie Flüchtlinge mithilfe des Sports integriert werden können. DJK-Bundesjugendleiter Michael Leyendecker stellte als praktische Hilfe das digitale Sport- und Spielewörterbuch vor. Unter <%LINK auto="true" href="http://www.sport-woerterbuch.de" text="www.sport-woerterbuch.de" class="more"%> werden viele Sportspiele für den Übungsleiteralltag in Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Türkisch und in leichter Sprache für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung erklärt.Extra

Im DJK-Sportverband sind etwa eine halbe Million Sportler aus rund 1100 Vereinen organisiert. Gegründet wurde der katholische Sportverband 1920. Der 1952 gegründete DJK-Diözesanverband Trier entspricht dem Gebiet des Bistums Trier und umfasst 84 Vereine. teu