1. Sport
  2. Sportmix
  3. Regional

Staffeln jubeln, Einzelstarter im Pech

Staffeln jubeln, Einzelstarter im Pech

Hochs und Tiefs für die Läufer der Region bei den Deutschen Meisterschaften: Marc Kowalinski schied über 5000 Meter verletzt aus. Die 3-mal-1000-Meter-Jugendstaffel des Post-Sportvereins Trier (PST) wurde Achter.

Kassel. Die Wade, wieder ist es die Wade, die Marc Kowalinski ausbremst. "Es lief 3000 Meter optimal. Dann ein Stechen und 100 Meter weiter konnte ich nicht mehr auftreten", erzählt der 32-Jährige. Nach etwas mehr als der Hälfte der Distanz war für Kowalinski das 5000-Meter-Rennen bei den nationalen Titelkämpfen in Kassel am späten Sonntagnachmittag beendet. Erste Befürchtung: Muskelfaserriss.
Bis Kowalinski die Spikes ausziehen musste, lief das Rennen für den PST-Läufer nach Wunsch: Er lag in einer großen Gruppe und das Tempo war nicht zu schnell. 2:49 Minuten nach einem, 5:40 Minuten nach zwei und 8:34 Minuten nach drei Kilometern zeigte die Uhr. Fast auf die Sekunde genau die Durchgangszeiten, die sich Kowalinski gewünscht hatte, um im Endspurt seine Schnelligkeit auszuspielen. Doch statt dem ehemaligen Deutschen 1500-Meter-Vizemeister aus Trier sprinteten andere um Medaillen und gute Platzierungen. Der Tübinger Arne Gabius gewann in 13:58,87 Minuten den Titel.
Kowalinski hat die Saison dagegen bereits so gut wie abgehakt. "Auf den Vorderfuß kann ich immer noch nicht auftreten", erzählte er am Montagmittag vor einem Termin bei PST-Physiotherapeut Sebastian Bethge.
Nicht zufrieden war auch Kerstin Marxen. Die 26-Jährige aus Manderscheid, die für Tübingen startet, wurde im 800-Meter-Finale in 2:11,06 Minuten Achte. Zunächst habe sie sich gut gefühlt und gedacht, sie könne das Rennen kontrollieren, aber im Endspurt sei - wie bereits während der gesamte Saison - nichts mehr gegangen.
Richtig gut lief es dagegen für die Jugendstaffeln des PST: Daniel Marchi, Alexander Bock und Dominik Werhan wurden über 3- mal 1000 Meter Achte. "Wir haben vom achten Platz geträumt", freute sich PST-Trainer Volkhart Rosch über den Erfolg.
Bereits im Vorlauf erzielte das Trio in 7:43,31 Minuten Bestzeit. Im Finale steigerte sich das Trio auf 7:42,64 Minuten und belegte zeitgleich mit der Startgemeinschaft Magdeburg/Halle den achten Platz. "Wir sind sehr zufrieden", sagt Dominik Werhan, der als Schlussläufer trotz Wind zweimal unter 2:30 Minuten blieb. Zuvor hatten Startläufer Daniel Marchi und Alexander Bock dafür gesorgt, dass das Team den Anschluss nicht verpasste. Dran an den anderen war auch die 4-mal-400-Meter-Jugendstaffel aus Trier. Simeon Melts, Christopher Pieper, Kevin Ugo und Christoph Wahlen blieben in 3:28,77 Minuten unter 3:30 Minuten. Als einzige Mannschaft mit zwei 16-Jährigen (Melts und Ugo) erzielten sie unter 25 Teams die 13.-beste Vorlaufzeit. Ins Finale kamen aber nur die besten Acht. teu