Stuntshows auf der Skateboard-Rampe

Stuntshows auf der Skateboard-Rampe

Skater, BMX-Fahrer und ein Fußballer: Mit einem Stunt-Programm hat Axel Reichertz den Besuchern des Trie rer Streetfood-Marktes am Wochenende einen Einblick in seine Skatehalle geboten.

Trier. Thomas Rist balanciert einen Ball auf seinen Füßen. Er kickt ihn hoch in die Luft und fängt ihn wieder mit seinem Kopf auf. Während Rist weiter mit dem Leder jongliert, rasen Kinder auf Skateboards und Cityrollern an ihm vorbei.
Der Frankfurter Rist ist Free style-Fußballer - er steht für gewöhnlich nicht auf dem Sportplatz, sondern tritt mit seinen Kunststücken auf Veranstaltungen auf. An diesem Tag ist er in der Trierer Skatehalle Projekt X zu Gast. Der Anlass dafür ist der Streetfood-Market auf dem Gelände der nahe gelegenen Kunstakademie. Rist ist nur einer von vielen Sportlern, die Axel Reichertz am vergangenen Wochenende in seine Halle eingeladen hat. Unter anderem zeigten der Münchener Profiskateboarder Tom Kleinhans (genannt TomCat) und die BMX-Sportler Daniel Tünte und Felix Prangenberg ihr Können auf den Rampen. "Die Jungs haben mir einen Gefallen getan.", sagt Projekt X-Chef Reichertz. "Die machen das hier mehr oder weniger für das Spritgeld."
In erster Linie sei das Programm nicht für die Sportler gedacht, die die Halle regelmäßig besuchen, sondern für die Besucher des Streetfood-Markets, erklärt Reichertz. So eröffne die Kooperation mit Ali Haidars Großveranstaltung ihm die Möglichkeit, eine ganz neue Zielgruppe anzusprechen. Für die Skater ist der Tag allerdings verloren. "Die Sportler aus der Region kommen nicht, wenn hier alles voller Leute ist. Die brauchen Platz zum Trainieren", erklärt Reichertz.
Statt der Stammkundschaft schauten an diesem Wochenende aber viele Streetfood-Fans beim Projekt X vorbei. Trotz des guten Wetters blieben einige und schauten sich die Shows der Profisportler an. Geld bezahlen mussten sie dafür nicht - der Eintritt zur Skatehalle war im Preis des Marktes inklusive. Vor allem die jüngeren Zuschauer sind von Reichertz Programm begeistert. Besonders gut kommen bei ihnen die Stuntrollerfahrer vom Chili Pro Scooter Team an.
Ob diese beim nächsten Event wieder in diesen Räumlichkeiten ihre Tricks vorführen können, ist noch unklar. Denn an der Stelle, wo jetzt die Skatehalle steht, soll in nicht allzu ferner Zukunft Wohnraum entstehen. Wohin das Projekt X dann umzieht, steht noch nicht fest.
Nach einem Stadtratsbeschluss müssen die Skater aber erst aus der Halle raus, wenn für einen Ersatz gesorgt wurde. Im Augenblick ist das Walzwerk in Kürenz im Gespräch. "Wir haben uns die Location schon angesehen - das Gebäude wäre ideal für uns", sagt Reichertz. cha

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