Tore sind an der Saar Mangelware

Tore sind an der Saar Mangelware

Zehn Tore in elf Spielen sind Trainer Matthias Zeimet eindeutig zu wenig. Dennoch ist er mit der bisherigen Bilanz im Jahr des B-Liga-Aufstiegs nicht ganz unzufrieden. Am Sonntag trifft seine Elf auf Absteiger SV Sirzenich.

Irsch/Saar. Nach drei Jahren als Trainer der Irscher Reserve ist Matthias Zeimet in der Vorsaison der Aufstieg in die B-Liga geglückt.
Und diesen Erfolg macht das Irscher Urgestein insbesondere an der guten Jugendarbeit der SG in den letzten Jahren fest. Das Spielerpotenzial an der Saar ist enorm groß und die positive Entwicklung ist laut Zeimet der Verdienst zahlreicher Trainer und Betreuer, die sich im Jugendbereich engagieren und der Vereinsvorstände, die auf die Jugend setzen.
Kaum ein Wochentag vergeht, an dem die Kids nicht auf dem Grün ihrem Hobby nachgehen. In seiner Zwischenbilanz sieht Matthias Zeimet aber auch Steigerungsbedarf.

Mit welchem Ziel haben Sie die Saison begonnen und wie lautet Ihr Zwischenfazit?
Zeimet: Das Saisonziel war und ist der Klassenerhalt, und als Aufsteiger können wir mit der Bilanz von vier Siegen, drei Remis und vier Niederlagen ganz zufrieden sein. Dennoch haben wir so manchen Punkt verschenkt.
Was zeichnet Ihre Mannschaft aus?
Zeimet: Mit Sicherheit unsere Moral und der Einsatzwillen. Wir haben in den letzten beiden Partien jeweils einen 0:1-Rückstand ausgleichen können. Leider hat es in beiden Partien nicht mehr zum Sieg gereicht.

Welche Schwächen gilt es noch anzupacken?
Zeimet: Ganz klar unsere Abschlussschwäche. Zehn Tore sind eindeutig zu wenig.

Am Sonntag geht es zum SV Sirzenich, dessen Siegesserie in Wiltingen gestoppt wurde. Was rechnen Sie sich aus?
Zeimet: Wir sind klare Außenseiter. Aber die Saison hat gezeigt, dass wir gerade auch gegen Spitzenteams gute Leistungen abgerufen haben. Wir fahren mit Respekt nach Sirzenich und wollen nicht Punktelieferant sein.

Seit ihrem achten Lebensjahr halten Sie ihrem Verein die Treue. Was ist das Besondere für Sie an diesem Verein?
Zeimet: Es ist mein Heimatverein und ich bin sehr heimatverbunden. In Schoden bin ich aufgewachsen. Hier kennt mich fast jeder. Ich habe mit vielen Spielern aus den drei Seniorenmannschaften noch selbst zusammengespielt. Ich fühle mich wohl.

Schon in der Jugend können Sie als Stürmer auf viele Erfolge zurückblicken, was sich im Seniorenbereich nahtlos fortgesetzt hat. Was hat Sie besonders geprägt in all diesen Jahren?
Zeimet: Geprägt hat mich die Kameradschaft und Freundschaft, die sich im Laufe der Jahre entwickelt hat und die auch weit neben dem Sportplatz noch Bestand hat. Fußball ist unser Hobby. Das sollte Spaß machen und den hatte ich in den letzten Jahren in der SG genügend.

Haben Sie ein Vorbild als Spieler oder Trainer?
Zeimet: Nein, aber als Spieler hat mich immer schon Miroslav Klose beindruckt. Mir gefallen Spieler, die sich für die Mannschaft aufopfern und immer alles geben.

Was hat Sie dazu bewegt, selbst ins Trainergeschäft einzusteigen?
Zeimet: In den Seniorenbereich bin ich mehr oder weniger reingerutscht. Ich trainierte mit Sebastian Lorenz und Rainer Jochem unsere Bezirksliga-A-Jugend. Beide hörten aus persönlichen Gründen auf und gleichzeitig wollte der damalige Reservetrainer wieder im Jugendbereich tätig sein. Mein Interesse war da, und so kam eins zum anderen und wir haben sozusagen die Mannschaften getauscht.

Fast zwei Jahrzehnte hat Peter Schuh maßgeblich die SG Schoden/Ockfen/Irsch geprägt. Können Sie sich einmal vorstellen, in seine Fußstapfen zu treten?
Zeimet: Ich bin froh, dass Peter Schuh schon so lange und hoffentlich auch noch die nächsten Jahre das Traineramt begleitet. Durch das gemeinsame Training kann ich viel von ihm lernen. Die Fußstapfen sind für mich allerdings zu groß. Ich habe keine Ambitionen, Trainer unserer Ersten zu werden.

Was machen eigentlich "die warmen Brüder"?
Zeimet: Alles bestens in unserem Kegelclub! Wir treffen uns immer noch einmal im Monat, um eine ruhige Kugel zu schieben. Der Name ist übrigens aus einer Feierlaune heraus entstanden. Die Hälfte meiner Kegelbrüder ist mittlerweile verheiratet und hat Familien. An dieser Stelle auch Jörg und Pia Schu herzlichen Glückwunsch zur Geburt ihrer Tochter.

Als Naturliebhaber sind Sie mit Ehefrau Stephanie des Öfteren auf Entdeckerreisen unterwegs. Was ist Ihr nächstes Ziel?
Zeimet: Nächstes Jahr werden wir uns einen gemeinsamen Traum erfüllen und mit dem Wohnmobil durch Neuseeland reisen.
Extra

Matthias Zeimet kann man als Urgestein der SG Irsch/Schoden/Ockfen bezeichnen. Der 31-jährige Diplom-Verwaltungsfachwirt bei der ADD in Trier spielt seit seinem achten Lebensjahr im heimischen Fußballverein und kann neben dem Verbandsligaaufstieg in der A-Jugend auch im Seniorenbereich bereits auf etliche Erfolge zurückblicken. Seit drei Jahren trainiert der Wahl-Saarburger die Bezirksligareserve der SG Irsch, nachdem er zuvor bereits als Fußballlehrer in verschiedenen Jugendmannschaften aktiv war. Neben regelmäßigen Kegelabenden mit Freunden engagiert sich der gebürtige Irscher auch als zweiter Vorsitzender der Karnevalsfreunde "Schoden Hau Rein". eb