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Training mit Paule und den Profis

DFB-Maskottchen Paule zeigt den Kindern aus Dörbach, wie's geht.TV-Foto: Holger Teusch
DFB-Maskottchen Paule zeigt den Kindern aus Dörbach, wie's geht.TV-Foto: Holger Teusch FOTO: Holger Teusch (teu), Holger Teusch ("TV-Upload Teusch"
Salmtal-Dörbach. Mehr als eine Millionen Jugendfußballspieler und Trainer besuchten die Fußballlehrer in den vergangenen sieben Jahren mit dem DFB-Mobil. Beim 20 000. Mal fuhren sie ins Salmtal, um in Dörbach zu zeigen, wie zeitgemäßes Jugendtraining aussieht. Holger Teusch

Salmtal-Dörbach. Früher war alles anders. Aber auch besser? "In meiner Jugendzeit gab es noch keine Trainer", erzählte Klaus Toppmöller. Fußball spielten die Jungen einfach, auf der Straße, auf den Wiesen, erzählte der aus Rivenich stammende ehemalige Nationalspieler beim 20 000. Vereinsbesuch des DFB-Mobils in Dörbach.
Heute ist es etwas anders. "Wir holen die Kinder ab", sagte der Präsident des Fußball-Verbands Rheinland (FVR) Walter Desch. Fußball spielen auch die Jüngsten unter Anleitung im Verein. Und da sei es wichtig, dass die Übungsleiter wissen, wie man mit Kindern trainiert, so dass sie den Spaß am Fußball behalten.
Genau da setzt das seit 2009 laufende und am vergangenen Wochenende vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) bis 2019 verlängerte Projekt des DFB-Mobils an.
Fußballlehrer kommen kostenlos in Schulen und Vereine und zeigen speziell auf Kinder und Jugendliche abgestimmte Trainingseinheiten, geben Tipps und Ratschläge.
"Wichtig ist, dass die Kinder viel mit dem Ball machen", sagte auch Toppmöller aus eigener Erfahrung. Schon beim Aufwärmen war deshalb in Dörbach bei Trainer Mario Spang immer der Ball mit im Spiel.
Auch Koordination kann spielerisch geübt werden. "Gerade in unserer heutigen Gesellschaft sind diese Bewegungsschulungen nötig", erklärte Sebastian Weinand vom DFB-Mobil-Team. Das wird nicht mehr so automatisch trainiert wie zu Toppmöllers Zeiten.
Dass der 20 000. Vereinsbesuch des DFB-Mobils bei der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Untere Salm stattfand, war auch Anerkennung für die Arbeit der Vereine aus Arenrath, Niersbach, Bruch, Gladbach, Dreis, Dörbach, Sehlem, Klausen, Esch und Rivenich.
Alle Trainer werden zum Start der neuen Saison die C-Lizenz besitzen, sagte Uwe Max von der JSG und betont: "Bei uns kann jedes Kind Fußball spielen. Egal ob gut, weniger gut oder gar nicht gut."