Triathlon wird zum Duathlon

Die ganz großen Namen fehlen zwar, aber umso mehr Spannung verspricht die achte Auflage des Zeller Mittelmosel-Triathlons (MMT) am morgigen Sonntag (19. Juni). Wegen des Moselhochwassers wird nicht geschwommen.

Zell. Am Donnerstag fiel die Entscheidung, dass beim MMT nicht geschwommen wird. Die Strömung, aber vor allem auch Treibgut stellten ein zu großes Risiko, sagte Organisationsleiter Christian Stadtfeld. Deutlich mehr als 700 Ausdauersportler werden deshalb gleich zu Beginn des Wettkampfs laufen statt schwimmen. Vor sechs Jahren, bei seinem Triathlon-Debüt, wäre das für Jens Roth noch ein Riesenproblem gewesen. Damals verlor der ehemalige Leistungsschwimmer den Sieg erst beim abschließenden Lauf. Obwohl am Sonntag zuerst 5,2 Kilometer statt zwei Kilometer geschwommen werden, zählt der 28-Jährige von Tri Post Trier aber weiterhin zu den Favoriten. Gestiegen sein dürften in der letzten Konstellation die Siegchancen von Roths Vereinskameraden Andreas Theobald, der mit einer Halbmarathon-Bestzeit von 1:10:25 Stunden zu den besten Läufern der Region gehört.
Auf der längsten MMT-Distanz (außerdem 40 Kilometer Rad fahren und 10,4 Kilometer Laufen, Start: 10.40 Uhr) werden in diesem Jahr auch Regionalliga-Punkte vergeben. Die Tri-Postler wollen ihre Tabellenführung verteidigen. Außerdem gibt es einen separaten Teamsprint als Liga-Auftaktrennen der rheinland-pfälzischen Triathlon-Ligen (2,6 km, 14 km, 5,2 km, Start: 12.50 Uhr). Die Trierer schicken ihre zweite Mannschaft, ein Frauen- und ein Seniorenteam ins Rennen. Die MMT-Sprintdistanz (Start: 13 Uhr) wird zum Duathlon über 2600 Meter Laufen, 20 Kilometer Rad fahren und 5,2 Kilometer Laufen. teu