Trier beweist Rückgrat

Zweites Auswärtsspiel, zweiter Sieg: Eintracht Trier bleibt dank eines 1:0-Erfolgs am Sonntagnachmittag bei 1899 Hoffenheim II im Dunstkreis der Spitzengruppe in der Fußball-Regionalliga Südwest.

Sinsheim. Eintracht Trier hat mit Daniel Hammel und Benedikt Koep zwei waschechte Zentrumsstürmer im Kader. Gegen Hoffenheim II kamen beide aber bis zur Schlussphase nicht zum Zug. Ganz vorne zog Dennis Gerlinger seine Kreise - immer hart an der Grenze zum Abseits. Mehrmals wurde der 25-Jährige, den Rubeck wegen seiner Stärke bei Kontern in die Mitte beorderte, von Schiedsrichter Justus Zorn zurückgepfiffen.
Gerlinger ließ sich davon nicht entmutigen. Bei einem Schnellangriff der Gäste startete "Gerle" nach einem Zuspiel von Christopher Spang fast schon zu spät. Doch er kam an den Ball, behauptete sich im Zweikampf und schaute 1899-Torwart Alexander Stolz bei seinem platzierten Schuss ins Eck hervorragend aus.
Trier führte nach 44 Minuten. Und das verdient. Bei Gerlingers Tor streifte der Ball den Innenpfosten, zuvor war Triers Nummer neun noch am Außenpfosten gescheitert (19.). Matti Fiedler, Anfang Mai dieses Jahres zweifacher Torschütze beim seinerzeit so wichtigen 6:2-Auswärtscoup im Kraichgau, traf per Kopf die Unterkante der Latte (22.).
Trier trat nominell defensiver auf, zeigte dank guter Aktionen im Umschaltspiel aber Offensivgeist. Der SVE bewies Rückgrat, weil er nicht von der vorgegebenen Linie abwich. Er kaufte den Gastgebern mit aggressivem Spiel den Schneid ab. 1899 kam nicht ins Rollen. Auch nicht am Ende der zweiten Halbzeit, als mehrere SVE-Spieler ob des großen betriebenen Aufwands sichtlich auf die Zähne beißen mussten.
"An unserer Defensivleistung habe ich heute überhaupt nichts auszusetzen. So muss man spielen, um erfolgreich zu sein. Läuferisch war das von meinen Spielern bei diesem schwülen Wetter sehr stark", lobte Eintracht-Trainer Peter Rubeck, dem nun nur wenige Tage Regenerationszeit bis zum nächsten Spiel am Mittwoch in Homburg bleiben. Rubeck hofft auf das nächste gute Auswärtsspiel: "Auch dort wollen wir nicht leer ausgehen."
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Extra

Zaungäste: 16 Eintracht-Fans verloren sich im Gästeblock des Dietmar-Hopp-Stadions in Sinsheim. Der größte Teil der mitgereisten SVE-Anhänger verbrachte die Partie singend und trommelnd außerhalb. Hintergrund des Boykotts: Triers harter Fan-Kern durfte die mitgenommenen Zaunfahnen nicht mit ins Stadion nehmen. bl