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Trierer Vater-Sohn-Gespann am Ziel seiner Träume

Trierer Vater-Sohn-Gespann am Ziel seiner Träume

Beim Ötztaler Radmarathon haben schwere Bedingungen geherrscht. Trotzdem erreichte der 16-jährige David Hilgenfeldt aus Trier gemeinsam mit seinem Vater Wolfgang das Ziel in Sölden (Österreich).

Sölden/Trier. Er gilt als einer der härtesten Rennen Europas: der Ötztaler Radmarathon. Der für das Trierer Fahrradteam Schwalbe fahrende David Hilgenfeldt und sein Vater mussten ihre Aufgabe unter erschwerten Bedingungen meistern. Mit 16 Jahren war David dabei der jüngste Fahrer im Feld.
"Wir hatten eine Wetterwarnung erhalten", sagt sein Vater Wolfgang. "Wir wurden vor schwerem Regen und extremer Kälte gewarnt." Am Renntag starteten die beiden Trierer bei sehr schlechten Witterungsverhältnissen, die die Fahrt auf der 238 Kilometer langen Strecke noch schwieriger machten.
Nah an der Verzweiflung


Bei der Fahrt durch verschiedene Klimazonen wechselte sich warmes Wetter im Tal mit Regen und Temperaturen um den Gefrierpunkt in den Bergen ab. Das schwerste Hindernis zur Erfüllung des Traums: der letzte und längste Anstieg. "Der Anblick an der letzten Verpflegungsstation auf die Serpentinenwand mit den letzten 700 Höhenmetern ließ mich verzweifeln", erzählt David. Bis auf 2500 Meter Höhe führte der fast 30 Kilometer lange Anstieg.
Probleme mit den Bremsen


"Auf der Abfahrt waren wir komplett durchnässt und zitterten wegen der Kälte stark, weshalb die Abfahrt zum erheblichen Risiko wurde", sagt David. Die nasse Fahrbahn, nicht mehr vollständig funktionierende Bremsen, schlechte Sicht und Kühe auf der Fahrbahn machten auch die letzte Abfahrt zum gefährlichen Ritt.
Trotzdem erreichten beide ihren Traum und fuhren nach elf Stunden und zwölf Minuten gemeinsam ins Ziel. "Ich habe erst viel später realisiert das ich diese Horrorrunde bezwungen habe", berichtet David. Trotz der Qualen und des schlechten Wetters waren beide rundum zufrieden mit der Veranstaltung. Im nächsten Jahr wollen sie wieder dabei sein. "Es wird bestimmt nicht meine letzte Teilnahme gewesen sein", verspricht der 16-jährige Trierer. "Meine Zeit bietet ja auch noch Spielraum dazu."