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Triererin Morbe gewinnt WM-Bronze

Triererin Morbe gewinnt WM-Bronze

Vor einem Jahr war Caroline Meyer mit Bronze von den Ruder-Weltmeisterschaften der unter 23-Jährigen (U 23) zurückgekehrt. Diesmal schaffte Kathrin Morbe für den RV Treviris Trier dieses Kunststück. Meyer gewann in Rotterdam zwar kein Edelmetall, doch mit Charlotte Meinen erreichte sie als erste Deutsche seit 2013 in der wichtigsten Leichtgewichtsklasse, dem Doppelzweier, das A-Finale.

Rotterdam/Trier. Jubeln durften am Ende beide: Kathrin Morbe heimste ihre zweite internationale Medaille ein. Wie vor drei Jahren bei der U-19-Weltmeisterschaft gewann die 20-Jährige auch in der U-23-Klasse im Doppelvierer die Bronzemedaille. Für Morbes Teamkollegin beim RV Treviris Trier, Caroline Meyer, und die Hanauerin Charlotte Meinen lagen die Medaillen im Doppelzweier, der einzigen olympischen Leichtgewichts-Bootsklasse bei den Frauen, zwar außer Reichweite. Erstmals seit drei Jahren sorgte das Duo aber dafür, dass Deutschland in der wichtigsten Leichtgewichtsbootsklasse im A-Finale vertreten war. Im Kampf mit den Chinesinnen und Australierinnen um den vierten Platz mussten sie sich allerdings nach 2000 Metern auf der Willem-Alexander Bann in Rotterdam den Sportlerinnen aus Übersee geschlagen geben.
"Wenn mir jemand vor ein paar Wochen gesagt hätte, dass die beiden so sauber ins A-Finale fahren, ich hätte es nicht geglaubt", zeigte sich Trainer Benedikt Schwarz zufrieden. "Sie haben alles probiert, aber bei Gegenwind hat man gemerkt, dass die anderen physisch doch stärker sind. Bei Rückenwind im Vorlauf waren die Weltmeisterinnen aus den Niederlanden noch hinter Caro und Charlotte."
Mit dem Druck, eine Medaille nach Hause bringen zu müssen, hatte die Leichtgewichts-Doppelvierer-Mannschaft zurechtzukommen. Das wollte das junge Team zwar nicht an sich herankommen lassen, sagte Morbe, doch noch nie, seit diese Bootsklasse zum WM-Programm gehört, war der Deutsche Ruderverband medaillenlos geblieben. Morbe, Sophia Krause (Limburg), Samantha Nesajda (Dresden) und Leonie Neuhaus (Essen) machten es dann auch spannend. "Am Start kamen wir auf den ersten 250 Metern noch gut weg", berichtete Morbe. Doch während die Konkurrenz zulegte, gelang das den Deutschen nicht. "Als wir nach 1000 Metern eine Bootslänge hinten lagen, wurde selbst ich ein wenig nervös", sagte Morbe, die als ausgesprochene Langstrecklerin gilt und in Einer-Rennen regelmäßig durch ihre starke zweite Hälfte besticht. Nach Dreiviertel der 2000-Meter-Distanz lag das deutsche Boot nur auf dem fünften Platz. Erst im Endspurt konnten sie sich an China und Großbritannien vorbeischieben. Umso größer sei aber die Freude über die gewonnene Medaille, sagte Morbe. teu