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Viele Ehrungen und gute Perspektiven

Viele Ehrungen und gute Perspektiven

Die Schar der Gratulanten ist groß gewesen, die sich zum 80. Geburtstag des ältesten Radsportvereins der Stadt, des RV Schwalbe Trier, eingefunden hatte. Die Feier bot nicht nur einen Einblick in die Geschichte des Vereins, sondern auch den Blick in die Zukunft.

Trier. Angelika Birk, die Sportdezernentin der Stadt, hatte es sich nicht nehmen lassen, ihre Glückwünsche persönlich zu überbringen. Birk zeichnete den Verein für "sein vorbildliches soziales Engagement" aus, das nicht zuletzt darin besteht, auch Kindern aus einkommensschwachen Familien den Einstieg in den Radsport zu ermöglichen. Dieser Aspekt floss sicher auch bei der Ehrung des 1. Vorsitzenden Günter Steffgen ein, der von Felix Jäger, dem Vorsitzenden des Sportkreises Trier-Saarburg, mit der Goldenen Ehrennadel des Sportbundes Rheinland auszeichnet wurde. Es folgten viele Lobeshymnen und die Übergabe von Urkunden an langjährige Vereinsmitglieder. Darunter auch Marlies Bebelaar, Tochter des "ersten Schwalbe-Fahrers" Jakob Wiersch, die für 60-jährige Vereinstreue ausgezeichnet wurde.
Wer zurückblickt, der will auch nach vorne schauen. "Wir sind 80 Jahre alt, aber wir sind dennoch jung", bemerkte Steffgen treffend und übergab dann ausgerechnet seinem ältesten aktiven Leistungssportler, dem vielfachen Welt-, Europa- und deutschen Meister Wladimir Gottfried eine Sonderanfertigung einer Zeitfahrmaschine: "Damit du uns in diesem Jahr wieder mit Titeln beschenken kannst." Auf die Bühne rief Moderator Andreas Arens auch das Mountainbike-Team "Herzlichst Zypern", in dem Udo Vollmer als fahrender Teamchef fungiert. Er hat auch gemeinsam mit Markus Zingen, dem omnipräsenten sportlichen Leiter mehrerer Mannschaften, für die Zusammenstellung dieses Teams aus Trie rern und Pfälzern gesorgt, die vor allem bei 24-Stunden-Rennen und Marathons unterwegs sind und in der vergangenen Saison drei Siege eingefahren haben.
Die Mountainbike-Schiene wollen die Schwalben ebenso ausbauen wie die Freizeitrennen, "aber unser Kerngeschäft wird der leistungsorientierte Radsport bleiben", sagt Steffgen. Dann war erst einmal Entspannung angesagt. Helmut Leiendecker trat mit seiner "Bloas" auf und bot dem Auditorium einige Stücke a cappella dar. Manche "mit Übersetzung, weil ja auch ein paar Nichttrierer anwesend waren."
Die Vorstellung von Andre Benoit, der in der vergangenen Saison den Sprung von den Schwalben erst zum Differdinger und nun zum Heizomat-Kontinentalteam geschafft hat und in der "3. Profiliga des Radsports" sein Glück versucht, leitete den Schlussakkord ein. Auf die Bühne kam der Kader, der für Benoit zum Sprungbrett wurde, das RV Schwalbe Eliteteam. Markus Zingen stellte seine Fahrer vor, allen voran die Neuzugänge, die den Wechsel von Andreas Fließgarten, der aus beruflichen Gründen nach Bayern gegangen ist, und von Benoit kompensieren sollen. Die neuen Schwalben heißen Michael Wiegerling (Stelzenberg), Gerold Henrichsen (Neuwied) und Marvin Wolsiefer (Queidersbach) und "werden uns in Zukunft viel Freude bereiten", ist sich Steffgen sicher.