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Voller Trainingsplatz, einsamer Läufer

Voller Trainingsplatz, einsamer Läufer

So voll war es bei einer Übungseinheit von Fußball-Regionalligist Eintracht Trier schon lange nicht mehr. Mehr als 25 Spieler waren gestern beim offiziellen Trainingsauftakt zugegen - Akteure aus dem bisherigen Kader, Neuzugänge, Probespieler und Jungs aus der eigenen Jugend. Ein Sorgenkind drehte dagegen einsame Laufrunden: Fabian Zittlau.

Trier. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ist der neue Eintracht-Trainer Peter Rubeck in die Sommervorbereitung gestartet. Positiv stimmt den 52-Jährigen, dass der offizielle Regionalligakader mit 19 Spielern bereits gut bestückt ist. "Ich bin sehr zufrieden, wie sich die personelle Situation darstellt", sagt Rubeck, dem aber der Gesundheitszustand von zwei Spielern Bauchschmerzen bereitet. Christoph Anton und Fabian Zittlau können nach ihren langwierigen Verletzungen in der Leistengegend immer noch nicht wieder richtig mitmachen. "Ich habe beide als absolute Stammspieler eingeplant. Ich bin in großer Sorge, weil sie noch nicht so weit sind. Wenn sich ihre Situation nicht bessert, müssen wir eventuell noch mal nachlegen", sagt Rubeck, der deshalb unter anderem einen Blick auf Moritz Zimmer (Elversberg II) und Mefail Kadrija (SVN Zweibrücken) wirft.
Bislang ist lediglich fest geplant, noch einen weiteren Stürmer zu verpflichten. Rubeck wird seine Wahl wohl aus einem Pool von fünf Spielern treffen. Zu den Auserkorenen gehören bekannte, regionalligaerfahrene Kräfte (unter anderem Rudy Carlier, Zweibrücken), aber auch entwicklungsfähige Spieler aus der Oberliga (Michael Deutsche, Heidenheim II, und Lukas Püttmann, Spvgg. Burgbrohl). "Hoffentlich wird sich übers Wochenende Klarheit ergeben", sagt Rubeck.
Er ist kein Freund von späten Transfers. Zumal er in Trier eine Rasselbande auf die neue Saison vorzubereiten hat. "Ich hab\'s mal ausgerechnet: Unser Kader hat ein Durchschnittsalter von 23,1 Jahren. Bei so vielen jungen Spielern wäre es gut, direkt komplett zu sein, um sich optimal aufeinander abzustimmen."
Pressing über den ganzen Platz - das ist eine Philosophie von Rubeck. "Wir müssen besonders übers Läuferische sowie über die Einstellung kommen", sagt der Trainer. Entsprechend intensiv wird die Vorbereitung. Jene Akteure, die nicht nur abends, sondern auch morgens trainieren können, werden auf mehr als 50 Einheiten kommen. Rubeck vielsagend: "Ich bin kein Trainer des alten Schlags. Aber manchmal braucht es auch kleine Willensschulungen für die Spieler."
Gestern war der offizielle Trainingsauftakt. Fahrt aufgenommen hatte das Team aber schon zu Beginn der Woche. Rubecks erste Eindrücke: "Torge Hollmann und auch Ajdin Zeric gehen voran. Sehr überzeugt bin ich auch vom Auftreten von Christoph Buchner. Er ist sehr professionell." bl
Extra

Erstes Testspiel: Am heutigen Samstag, 15.30 Uhr, ist Eintracht Trier auf der Rasenanlage in Greimerath zu Gast. Gegner im ersten Testspiel der Vorbereitung ist eine von Michael Jakobs und Timo Mertinitz betreute Hochwaldauswahl, die sich vornehmlich aus Spielern der SG Zerf zusammensetzt. Der Eintritt beträgt nach SVE-Angaben fünf Euro für Erwachsene. Ermäßigte Karten kosten drei Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre zahlen keinen Eintritt. bl