Weinberge als Geisterbahnen

Das dürfte der Durchbruch für den vom Trierischen Volksfreund präsentierten Trail Römische Weinstraße gewesen sein: Erstmals erreichten bei dem Extremlauf mehr als 300 Ausdauersportler das Ziel. Das Erfolgsrezept: kürzere Strecken.

Manchmal mussten die Teilnehmer auch eine Weinbergsmauer hinunter- klettern oder – wie Thomas Werner von der TG Konz – hinunterspringen. TV-Foto: Holger Teusch Foto: Holger Teusch (teu), Holger Teusch ("TV-Upload Teusch"

Leiwen. Dank nur noch 15 und 30 Kilometern waren die Landschaftslaufstrecken auch für einen großen Teil gut trainierten Freizeitläufer zu bewältigen. Wie von Organisationsleiter Markus Krempchen vom Verein Trail Römische Weinstraße (TRW) beabsichtigt, stieg damit der Anteil der Teilnehmer aus der Region. Mit Yvonne Engel vom LT Schweich und Philipp Klaeren vom PST Trier kamen die beiden Kurzstreckensieger aus dem Leichtathletikbezirk Trier.Wie die Sieger feierten auch der 15-Kilometer-Zweite und -Dritte ihre Trail-Premiere. Der 52 Jahre alte Alwin Nolles hat dabei in mehr als drei Jahrzehnten Laufsport schon vieles erlebt. "Aber geklettert bin ich noch nie", fand der Läufer der LG Meulenwald Föhren viel Gefallen am abwechslungsreichen Parcours von Leiwen auf die hunsrückseitigen Moselhöhen. Um 15 Sekunden ließ Nolles Oliver Ewen (Enztalläufer Mettendorf) hinter sich.Wie herausfordernd die Strecken trotz der Distanz-Reduzierung waren, zeigen die Siegerzeiten. Klaeren benötigte 1:05:21 Stunden. Auf flacher Strecke kann er gut eine Viertelstunde schneller. Engel war beim Hermeskeiler Teba-Radweglauf sogar schon eine halbe Stunde eher im Ziel. "Ein wunderschöner Lauf", sagten viele Läufer wie auch W55-Siegerin Klaudia Klaus (LG Meulenwald Föhren). Zickzack die Weinberge hinab zu laufen sei ein bisschen wie in einer Geisterbahn, meinte der Luxemburger Colm Quirke. Auf der 30-Kilometer-Distanz dominierten die Läufer aus dem Großherzogtum. Tatiana Quesada blieb als einzige Frau unter drei Stunden. Bertil Muller überraschte mit seinem Sieg sich selbst. "Bei der zweiten Verpflegungsstation war noch jemand vor mir. Bei der dritten war ich Erster", erzählt er. Überholt habe er aber niemanden. Der bis dato Führende habe sich wohl verlaufen. Den richtigen Weg zu finden war eine Schwierigkeit beim TRW. Über 15 Kilometer verpassten einige Läufer unbeabsichtigt die Kletterpassage 2,5 Kilometer vor dem Ziel, die die Markierung übersahen. Da wäre ein Streckenposten gut gewesen, sagte ein Teilnehmer.Ergebnisse: <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/laufen" text="www.volksfreund.de/laufen" class="more"%> teu