Weltmeister wenig weltmeisterlich

Weltmeister wenig weltmeisterlich

Als die Portugiesen feierten, war die EM-Liebe bei den deutschen Weltmeistern schon komplett erloschen. Mit einem emotionalen Schock-Erlebnis kam das Aus für die vom unfreiwilligen "Handballer" Bastian Schweinsteiger angeführte DFB-Auswahl beim 0:2 im Halbfinale gegen die französischen Gastgeber.

Die bittere Erkenntnis nach der gescheiterten Titelmission: Der Gegner war cleverer und vor allem effizienter. "Ich kann der Mannschaft nur ein Riesenkompliment aussprechen. Weil wir insgesamt die bessere Mannschaft waren", lautete Joachim Löws erstes Fazit. Später relativierte der Bundestrainer diese in der ersten Enttäuschung getroffene, wenig diplomatische Einschätzung in einem Brief an Frankreichs Trainer Didier Deschamps. In der EM-Analyse wurden Löw Defizite klar, die er auf dem Weg zur WM-Titelverteidigung in Russland 2018 nun angeht: Die Torarmut muss bekämpft werden. Gegen die Ukraine (2:0), Polen (0:0), Nordirland (1:0), die Slowakei (3:0) und beim historischen ersten Turniersieg gegen Italien (1:1/6:5 i.E.) hatte es offensiv zu sehr gehakt. Den zum dritten Mal verpassten EM-Titel gab Löw im Oktober als Motivation für seine Vertragsverlängerung bis 2020 an. Foto: dpa

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