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Wenn das so weitergeht, hilft nur eins: einstampfen!

Und täglich grüßt der Videobeweis. Mit der Kontrolle strittiger Szenen via Fernsehwiederholung sollten Diskussionen im Fußball eingedämmt werden.

Doch was passiert: Die Diskussionen nehmen immer mehr zu! Eine Farce. Jetzt wird den in ihrem Kölner Kämmerlein sitzenden Video-Assistenten noch mehr Macht gegeben. Sie sollen auch bei schwierigen Situationen (was soll das eigentlich konkret heißen?) eingreifen, nicht mehr nur bei vermeintlich glasklaren Fehlentscheidungen.
Es wird immer unübersichtlicher. Wer hat das Sagen? Transparenz? Das Gegenteil ist der Fall!
Was kommt als Nächstes? Wie wär's, künftig die Fans im Stadion oder zu Hause auf dem Sofa über Entscheidungen abstimmen zu lassen?
Und dann das noch: Videobeweis-Projektleiter Hellmut Krug soll im Spiel zwischen Wolfsburg und Schalke zwei strittige Szenen zugunsten der Königsblauen ausgelegt haben - was der Beschuldigte bestreitet. Dass solche Dinge im Raum stehen, ist einfach nur skurril.
So wie die aktuelle Entwicklung läuft, hilft im Grunde nur eins: Videobeweis einstampfen und den Schiedsrichtern im Stadion wieder mehr Verantwortung geben. Dann können wir wieder schöne, emotionale Diskussionen über Szenen auf dem Rasen führen. Ermüdende und peinliche Debatten wie jetzt über irrsinnige Begleitumstände braucht jedenfalls niemand.
m.blahak@volksfreund.de