Wenn Läufer klettern müssen

Wenn Läufer klettern müssen

Ein Lauf, bei dem selbst die Sieger gehen, war der Trail Römische Weinstraße mit Start und Ziel in Leiwen. Der Saarländer Martin Schedler war erneut der überragende Teilnehmer beim vom Trierischen Volksfreund präsentierten Extrem-Landschaftslauf.

Leiwen. Es gibt Anstiege, da läuft niemand mehr. Die sogenannte Red Bull Wand beim Trail Römische Weinstraße ist so ein Anstieg. "Da musste ich ein wenig klettern", sagt Martin Schedler und lacht. Auf etwa 300 Metern mussten die 70-Kilometer-Starter eine 45-prozentige Steigung erklimmen. An Laufen war da nicht zu denken. Selbst beim Gehen wurden die Oberschenkel bleischwer."Die Strecke war richtig hart", sagt Schedler, der in 6:27:06 Stunden nicht nur am Sonntag Schnellster über 70 Kilometer war, sondern beim erstmals angebotenen Zwei-Tages-Trail auch die erste, 34 Kilometer lange Etappe am Samstag und damit die Gesamtwertung gewann.Für die meisten der 265 Starter (gemeldet waren mehr als 300) standen Platzierungen nicht im Vordergrund. Die Strecken mit minimal 1000 Höhenmetern auf der 31-Kilometer-Distanz waren Herausforderung und Erlebnis genug. "Ich hatte gut daran getan, Stöcke dabei zu haben. Einmal in der Hand, ließ ich sie nicht mehr los", erzählt Armand Welsch, der einen 70-Kilometer-Lauf-Start beim Trierischen Volksfreund gewonnen hatte. Die bei Straßenläufern verpönten Stöcke halfen im fast schon alpin anmutenden Gelände wie beispielsweise am Trittenheimer Römersteig steinige Steigungen hinauf, aber auch hinunter.Während Stöcke nicht zur Pflichtausrüstung zählte, war ein Mindestmaß an mitzuführender Eigenverpflegung obligatorisch. Die eher rar gesäten Verpflegungsstellen dienten auch dazu, festzustellen, ob alle Läufer noch im Rennen waren. Laut Markus Krempchen gab es zwar rund 70 Läufer, die die Rennen vorzeitig beendeten. Sie sollen aber keine schwerwiegenden medizinischen Probleme gehabt haben. Mit der Teilnehmerzahl zeigt sich der Organisationsleiter zufrieden, hält sie aber für ausbaufähig: "Gerade auf der 30-Kilometer-Strecke könnten noch mehr Teilnehmer aus der Region sein. Darauf werden wir 2016 unseren Schwerpunkt legen."Ergebnisse:Frauen, 31 km: 1. Tatiana Quesada (Luxemburg) 2:55:40 Stunden, 2. Annette Frings (Altenahr) 3:00:45, 3. Lisa Mehl (Bempflingen) 3:05:21, 4. Sandra Lex (LT Schweich) 3:10:55, 8. Ute Kleinert (TG Konz) 3:23:57, 12. Victoria Berg (LT Schweich) 3:28:21. 70 km: 1. Yvonne Lehnert (Berlin) 9:17:59 Stunden, 2. Gundi Weckenmann (Mainz) 9:46:09, 3. Anne Christ (Hermeskeil) 9:55:25. Zwei-Tages-Etappenlauf, 104 km: 1. Gundi Weckenmann (Mainz) 13:29:42 Stunden.Männer, 31 km: 1. Moritz auf der Heide (LAZ Puma Rhein-Sieg) 2:30:54 Stunden, 2. Bastian Jäcker und Daniel Weber (beide LLG Wustweiler) beide 2:43:43, 8. Mike Thull (Nestwärme e.V.) 2:54:57, 10. Karl-Heinz Huberti (Trail-Freunde Sirzenich) 2:57:41, 12. Uwe Persch (TG Konz) 2:59:03, 14. Christoph Müllers 2:59:14, 16. Max Bahrke 3:08:50, 20. Maximilian Seidel (Trail-Freunde Sirzenich) 3:10:57. 70 km: 1. Martin Schedler (Eppelborn) 6:27:06, 2. Sebastian Franke (Diepholz) 6:36:20, 3. Manuel Herren (Luxemburg) 6:55:55, 15. Guntram Klein (Trier) 8:38:08. 2-Tages-Etappenlauf, 104 km: 1. Martin Schedler (Eppelborn) 8:59:33, 6. Guntram Klein (Trier) 11:34:49.Bilder und alle Ergebnisse im Internet: <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/laufen" class="more" text="www.volksfreund.de/laufen"%>

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