Wieder zurück in der Spur

Die SG Prüm-Enz /Echternacherbrück /Irrel hat sich trotz des Rückschlags beim Tabellenschlusslicht Pronsfeld in der A-Liga stabilisiert. Ein Schachzug von Trainer Peter Zeimens hatte zuletzt maßgeblichen Anteil am Sieg über Roth-Kalenborn.

Irrel/Echternacherbrück/Holsthum In der zweiten Saison nach dem Aufstieg ist die SG Prüm-Enz/Echternacherbrück/Irrel nicht ganz so erfolgreich unterwegs wie noch in der 2016/17er Runde, als am Ende der siebte Platz heraussprang. Das Team von Trainer Peter Zeimens kämpft in der Liga ums Überleben, im Kreispokal steht man dagegen im Halbfinale.
Vier Niederlagen am Stück zum Start und nur zwei mickrige Pünktchen aus den ersten acht Partien: Der Start wurde gar komplett in den Sand gesetzt - trotz einer "absolut klasse Vorbereitung. Wir haben alle Testspiele gewonnen und auch beim 4:2-Sieg in Arzfeld gegen das volle Orchester gespielt. Vielleicht ist den Jungs das zu sehr in den Kopf gestiegen, da wir auch noch im Pokal zweimal gewonnen hatten und dann im Viertelfinale standen". Trainer Peter Zeimens hatte ursprünglich andere Ziele, als gegen den Abstieg zu spielen. "Wir wollten einen Platz zwischen drei und sieben anvisieren, stattdessen verlierst du meist mit einem Tor Unterschied und das meistens in der Schlussphase. Wir sind wohl auch zu siegessicher und zu locker in diese Partien gegangen", erinnert sich Zeimens.
Trotz der Ergebniskrise in der Liga holte sich die Mannschaft ihr Selbstvertrauen über den Kreispokal. Obwohl auch dort das Glück regierte. Zeimens: "Gegen B-Ligist Auel haben wir erst in der letzten Minute 3:2 gewonnen. Und in der zweiten Runde waren wir in Pronsfeld hoch überlegen, führen 1:0 und bekommen kurz vor Schluss durch einen 30-Meter-Schuss das 1:1. Erst in der Verlängerung schoss uns David Klein durch einen umstrittenen Elfmeter in die nächste Runde." Und im Viertelfinale brauchte es ein Elfmeterschießen, um gegen Weinsheim weiterzukommen. Nun geht es am Ostermontag, 2. April, bei der SG Nusbaum um den Einzug ins Endspiel.
"Insgesamt schießen wir zu wenig Tore, haben zu keiner Phase der Saison mit unserer besten Elf spielen können. Doch nach dem 3:0 gegen Roth-Kalenborn vergangenen Sonntag ist uns ein Stein vom Herzen gefallen. Da haben wir eine andere Körpersprache gezeigt als noch drei Tage zuvor. Hier haben wir kollektiv versagt." Immerhin sammelte die SG in den jüngsten sechs Spielen elf Punkte.
Mit einem Schachzug schaffte es Zeimens, wieder Zug in die Mannschaft zu bekommen. Der ließ die komplette Elf, die zuvor beim bis dato punktlosen Schlusslicht SG Pronsfeld (1:2) eine desolate Leistung brachte, noch einmal auflaufen - und hatte Erfolg. "Ich habe mir genau von diesen Jungs eine Reaktion erwartet. Wir hatten viel Ballbesitz und haben hinten fast gar nichts zugelassen", freute sich der Coach, der mit dem Einbau der jungen Stefan und Daniel Schneider sowie des ebenfalls erst 19-Jährigen Nico Zender ein glückliches Händchen bewies. "Alle drei haben einen Riesensprung gemacht und spielen eine bärenstarke Saison."
Derzeit sind Thomas Schlich und Thomas Mirkes verletzt, Christian Denter befindet sich nach dessen Rekonvaleszenz im Aufbautraining, während Christoph Hübner aufgrund eines Fortbildungsseminars in Freiburg seit sechs Wochen fehlt.
Mit dem Gastspiel bei der SG Prümer Land Rommersheim beschließen die Vereinigten aus Irrel, Echternacherbrück, Holsthum und Umgebung nun das Jahr.
Der Trainer hat dann auch noch etwas in petto. "Der Hartplatz in Wallersheim liegt uns. Mit Prüm erwarten wir eine nach vorn brutal starke Mannschaft. Wir müssen auch auf die ständig nach vorn marschierenden Außenspieler achten. Dennoch fahren wir mit breiter Brust dorthin, wollen nicht zu tief stehen und einen Punkt mitnehmen."