Willy will’s wissen

Zum Trainingsstart beim FC Bayern München richten sich viele Blicke auf einen Herrn aus Saint-Étienne.

München (dpa) Nach den XXL-Ferien ist die Vorfreude der Weltmeister auf den Trainingsstart des FC Bayern riesengroß. "Zurück in München und heiß wie Frittenfett", twitterte Mats Hummels kurz vor der ersten Einheit am heutigen Samstag (16 Uhr). "Mach Dich schon mal auf Deinen ersten Beinschuss gefasst", witzelte Kollege Thomas Müller und musste auf den Hummels-Konter nicht lange warten. "Von dir wäre das dann der erste jemals oder?", scherzte der Abwehrspieler.
Der Twitter-Dialog war bezeichnend für die gute Laune der Münchner Stars, die nach ungewohnt langem Urlaub so erholt wie vielleicht nie in die Saisonvorbereitung starten. Nach einer Saison ohne Endspiel und für die meisten Münchner Fußballer auch ohne Sommerturnier darf Trainer Carlo Ancelotti auf motivierte Kicker hoffen. "Bereit, wieder an die Arbeit zu gehen", twitterte der Italiener, der im zweiten Jahr den Serienmeister auch in der Champions League zum Titel führen soll. Dafür sicherten sich die Bayern für eine Bundesliga-Rekordablöse von 41,5 Millionen Euro die Dienste des französischen Nationalspielers Corentin Tolisso. Den 22-Jährigen werden die Fans des Rekordmeisters am Samstag aber ebenso wenig zu Gesicht bekommen wie die drei anderen Neuen: Sebastian Rudy und Niklas Süle weilen beim Confederations Cup, für Serge Gnabry stand am Freitagabend das U21-EM-Finale an.
Auch andere Stars werden erst später in die Vorbereitung einsteigen: Nationalspieler wie Robert Lewandowski, Arjen Robben, David Alaba oder Thiago, die nach dem Saisonende 2016/17 noch Länderspiele bestritten hatten, bekamen gut eine Woche länger Urlaub. Für die Confed-Cup-Teilnehmer und U21-Akteure, also neben Rudy, Süle und Gnabry auch Joshua Kimmich, Arturo Vidal und Renato Sanches, ist ein Start erst Ende Juli vorgesehen. Überfüllt wird der Platz an der Säbener Straße zum Trainingsstart also mal wieder nicht sein - zumal auch Philipp Lahm und Xabi Alonso als Fußball-Rentner fehlen.

Bevor er seine wenigen Schützlinge auf den Platz schickt, will Ancelotti die Pläne für die Vorbereitung erläutern. Daneben wird sich Ex-Profi Willy Sagnol (Foto: dpa) als neuer Co-Trainer vorstellen. Der Franzose aus Saint-Étienne, mit Bayern 2001 Champions-League-Sieger, ist laut Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge "eine gute Ergänzung zu Carlo". Sagnol hatte sich vor seiner Verpflichtung teils kritisch über die Bayern geäußert - möglich, dass mit ihm mehr Strenge in das Training kommt.