Wintersport Kompakt

Auftaktlauf: Die Schweiz ist für die deutschen Sprinter ein gutes Pflaster. Beim Auftakt der 10. Tour de Ski der Langläufer kamen am Neujahrstag in der Lenzerheide Hanna Kolb und Sebastian Eisenlauer jeweils in die Halbfinals, wurden dort Fünfte und belegten in der Endabrechnung beide Platz neun.

Die Tour-Favoriten gaben sich im von ihnen ungeliebten Sprint keine Blöße. Bei den Frauen schaffte es die Norwegerin Therese Johaug beim Sieg von Olympiasiegerin Maiken Caspersen Falla in das Halbfinale. Ihr Teamkollege Martin Johnsrud Sundby stürmte völlig unerwartet sogar ins Finale und wurde dort Vierter. Seinen dritten Sprint-Sieg in Serie sicherte sich der Italiener Federico Pellegrino. Samstag sind die Massenstartwettbewerbe über 15 beziehungsweise 30 Kilometer in der klassischen Technik. Abgesagt: Der Weltcup der Nordischen Kombinierer in Schonach ist abgesagt worden. Der für den 9. und 10. Januar geplante Wettkampf kann wegen Schneemangels nicht stattfinden. Wie der Internationale Skiverband mitteilte, sei zudem warmes Wetter vorhergesagt. Auch die Wettkämpfe in Klingenthal, die für dieses Wochenende geplant waren, finden nicht statt. Sie waren bereits vor gut einer Woche abgesagt worden. Ausgepackt: Knapp zwei Jahre nach ihrem umstrittenen Start beim olympischen Riesenslalom von Sotschi hat Star-Geigerin Vanessa Mae heftige Vorwürfe gegen den Ski-Weltverband Fis erhoben. Die Fis hatte sie beschuldigt, sie habe sich die Olympia-Teilnahme erschlichen und sperrte sie deswegen für vier Jahre. Der Internationale Sportgerichtshof Cas hob das Urteil im vorigen Juni auf, bezeichnete die Teilnahme an den Winterspielen 2014 allerdings trotzdem als unzulässig. Mae war in dem Rennen 67. und Letzte geworden. Die Vorwürfe gegen sie seien an den Haaren herbeigezogen gewesen, sagte die in Singapur geborene 37-Jährige mit thailändischen Wurzeln dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. "Die Fis hat mich als Betrügerin gebrandmarkt. Sie hat mich verspottet." Zudem habe der Prozess sie rund 200 000 Schweizer Franken gekostet. Dem Ski-Weltverband warf sie vor, nicht vernünftig ermittelt zu haben. Die Geigerin erwägt rechtliche Schritte gegen die Fis, die nach Angaben des Spiegel in einer Stellungnahme mitteilte, sich auf Anraten ihrer Anwälte nicht zu dem Thema zu äußern. dpa