Wintersport kompakt

Skispringen: Die deutschen Skispringer haben beim Weltcup im polnischen Zakopane für eine Überraschung gesorgt und den Teamwettbewerb gewonnen. In der Besetzung Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe, Andreas Wellinger und Richard Freitag setzten sich die DSV-Athleten vor den Favoriten aus Polen und Slowenien durch.

Im Einzel-Springen am Sonntag kamen für die deutschen Athleten zwei Podestplätze hinzu. Beim Sieg von Vierschanzentournee-Sieger und Lokalmatador Kamil Stoch (130,5 und 131 Meter) belegten Andreas Wellinger (130,5 und 133 Meter) und Richard Freitag (132,5 und 131 Meter) die Ränge zwei und drei. Markus Eisenbichler komplettierte das überragende Teamergebnis der DSV-Springer mit Rang vier. Auch Karl Geiger (11.) und Stephan Leyhe (16.) fuhren beim Springen am Sonntag gute Platzierungen ein. Langlauf: Die deutschen Langlauf-Damen haben dank der Spurtstärke von Schlussläuferin Sandra Ringwald den ersten Podestplatz in dieser Saison erreicht. Beim Weltcup im schwedischen Ulricehamn liefen Katharina Hennig, Steffi Böhler, Victoria Carl und Ringwald am Sonntag in der 4x5-Kilometer-Staffel auf Platz zwei hinter Norwegen. Nordische Kombination: Die deutschen Nordischen Kombinierer haben auch den zweiten Weltcup im französischen Chaux-Neuve dominiert und einen Dreifach-Sieg gefeiert. Fabian Rießle siegte am Sonntag vor Vortagessieger Johannes Rydzek. Weltcup-Spitzenreiter Eric Frenzel wurde Dritter, sein Vorsprung auf Rydzek verringerte sich auf 14 Zähler. Bob: Francesco Friedrich ist beim Viererbob-Weltcup in St. Moritz auf Rang drei gefahren. Der Zweierbob-Weltmeister musste die Letten Oskars Kibermanis und Viererbob-Weltmeister Oskars Melbardis den Vortritt lassen. Im Zweierbob gab's eine Premiere für Johannes Lochner. Der Berchtesgadener hatte mit Christian Rasp den ersten Weltcupsieg in seiner Karriere eingefahren. Zudem schlug er den bislang dominierenden Friedrich. Der Welt- und Europameister kam mit Anschieber Martin Grothkopp auf Rang zwei. Skeleton: Das deutsche Skeletonteam ist beim Weltcup in St. Moritz leer ausgegangen. Weltmeisterin Tina Hermann kam nur auf Rang sieben. Jacqueline Lölling, die vor einer Woche zum Europameistertitel gefahren war, landete im Schweizer Engadin auf Platz acht. Beide hatten nach zwei Läufen über zweieinhalb Sekunden Rückstand auf die siegreiche Kanadierin Mirela Rahneva. Bei den Männern verpasste Alexander Gassner als Fünfter das Podest. Snowboard: Die deutschen Snowboardcrosser kommen im WM-Winter nicht in Fahrt und verpassten beim Weltcup in den USA erneut die vorderen Ränge. Bester Starter bei starkem Schneefall in Solitude in Utah war Martin Nörl auf Platz 14. Paul Berg verzichtete auf das zweite Rennen nach seinem Kreuzbandriss, weil er im Training Schmerzen im Knie hatte. Platz 14 für André Höflich beim Halfpipe-Weltcup in Laax war zumindest ein kleiner Achtungserfolg. dpa